Corona im Marienheim
Erkrankungen stehen in keinem Zusammenhang mit Impfungen

Warendorf -

Im Malteser Marienheim in Warendorf sind einige Corona-Fälle aufgetreten. In dem Altenheim hatte der Kreis am 27. Dezember seine Impfaktion gestartet. Einen Zusammenhang zwischen der Impfung und der Erkrankung gebe es nicht.

Freitag, 08.01.2021, 15:13 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 15:48 Uhr
Das Malteser Marienheim in Warendorf. Foto: Joachim Edler

 „Im Malteser Marienheim haben sich zwölf Bewohnerinnen und Bewohner und 14 Mitarbeitende mit dem Coronavirus infiziert. Eine Bewohnerin befindet sich mit schweren Symptomen im Krankenhaus, eine weitere infizierte Bewohnerin ist ebenfalls im Krankenhaus, allerdings ist bei ihr nicht die Corona-Infektion Grund für den Krankenhausaufenthalt. Die anderen infizierten Bewohner und Mitarbeitenden haben leichte bis mittelschwere Erkältungssymptome.“

Mit dieser Stellungnahme informiert Olga Jabs über die aktuelle Situation in der Einrichtung. Die Pressesprecherin der Malteser Wohnen & Pflegen GmbH in Duisburg-Homberg, die das Haus betreibt, betont, es gebe keine Erkenntnisse darüber, wie das Virus in die Einrichtung gelangt sei. „In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt haben wir zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Dazu zählt unter anderem ein vorübergehendes Besuchsverbot, voraussichtlich bis zum 12. Januar.“

Schon vor dem Impftermin „unerkannt“ erkrankt

Die Versorgung der Bewohner sei mit dem verbleibenden Personal sichergestellt. „Wir bedanken uns in dieser schwierigen Lage sehr bei allen Beteiligten für ihr Mitwirken.“

In dem Altenheim hatte der Kreis am 27. Dezember mit den Impfungen begonnen. Laut Kreis-Pressesprecher Thomas Fromme sind „sofort nach Bekanntwerden der ersten Infektion“ alle Bewohner und Mitarbeiter getestet worden. „Die Erkrankungen stehen in keinem, Zusammenhang mit der Impfung“, betont Fromme. Man müsse davon ausgehen, dass ein Bewohner schon vor dem Impftermin „unerkannt“ erkrankt gewesen sei.

Der Kreis gehe davon aus, dass bis Ende Januar alle Bewohner und Mitarbeiter in Heimen im Kreis erstgeimpft seien. „Die zweite Runde können wir dann nach Plan aufnehmen.“ Wie bei anderen Impfungen auch, werde niemand geimpft, der zu einem Termin Symptome zeige. Die erste Impfung verspreche einen Schutz von 50 bis zu 80 Prozent, der durch die zweite Impfung dann auf bis 95 Prozent Schutz ansteige. „Theoretisch ist es möglich, durch eine Impfung zu erkranken, weil der Körper Antigene produziert. Allerdings reicht der verimpfte Virusanteil nicht aus, um Corona zu bekommen.“

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