Erlass konkretisiert
Land stoppt Impfung in Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen

Coesfeld -

Eine unterschiedliche Interpretation des Impferlasses hat dazu geführt, dass die Kreise Steinfurt und Borken bereits Menschen mit Behinderungen geimpft haben, der Kreis Coesfeld aber noch nicht. Nach einer Korrektur des NRW-Gesundheitsministeriums haben die beiden Kreise die Impfungen gestoppt.

Dienstag, 02.03.2021, 09:00 Uhr
Das Land NRW hat die Vorgaben zur Impfung in Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen konkretisiert. Foto: dpa (Symbolbild)

Die Menschen mit Behinderung in Wohngruppen und die Mitarbeiter gehören zur Priorisierungsgruppe 2 und sollen folgen, sobald die nächste Gruppe an der Reihe und genügend Impfstoff vorhanden ist.

Die nationale Impfstrategie und die konkreten Vorgaben des Landes regeln die Impfungen von Menschen mit Behinderungen in Wohngruppen. „Wir hatten bei uns im Kreis den Erlass des Ministeriums zunächst so interpretiert, dass wir auch mit Impfungen in der Eingliederungshilfe begonnen haben. Allerdings hat das NRW-Gesundheitsministerium kurz darauf klargestellt, dass diese Einrichtungen nicht gemeint waren, sondern es allein um vollstationäre Pflegeeinrichtungen ging,“ erklärt eine Sprecherin des Kreises Borken. Mit dem Erlass des Ministeriums vom 18. Februar sollen nun die Impfungen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe wieder beginnen – dann auch im Kreis Coesfeld.

Ähnlich äußert sich auch der Kreis Steinfurt. Als klar geworden sei, dass Einrichtungen für Menschen mit Behinderung erst in der Priorisierungsgruppe 2 an der Reihe sind und zusätzlich der Impfstoff knapp geworden sei, seien die Impfungen gestoppt worden, erklärte dort die Sprecherin Kirsten Weßling.

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