Außenhandelsbilanz
IHK: Starker Exporteinbruch in der Münsterland-Region

Münster -

Die Pandemie hat den Welthandel gelähmt. Dadurch wurde der deutsche Export stark belastet. Auch das Münsterland ist betroffen.

Dienstag, 02.03.2021, 16:00 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 16:40 Uhr
Die Exporte aus dem Münsterland sind kräftig zurückgegangen. Foto: dpa

Im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region ist der Export im vergangenen Jahr massiv eingebrochen. Die IHK Nord Westfalen ermittelte für ihren Bezirk auf Basis von NRW-Zahlen einen Rückgang des Auslandsumsatzes um 13,4 Prozent auf nur noch 15,1 Milliarden €. So niedrig war die Exportsumme schon zehn Jahre lang nicht mehr. Diese Einbuße liege deutlich über dem Landesdurchschnitt von minus 10,6 Prozent, berichtete die IHK.

„Natürlich ist der tiefe Einschnitt vor allem eine Folge der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen im internationalen Geschäft“, betont IHK-Außenhandelsexperte Gerhard Laudwein. Allerdings könne die Exportwirtschaft schon seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr an frühere Wachstumserfolge anknüpfen. Als weiteren klar erkennbaren Grund für den Rückgang der Exporte nennt Laudwein den Brexit: „Wir stellen schon seit längerer Zeit fest, dass das Vereinigte Königreich als Exportmarkt an Attraktivität verloren hat.“

Insgesamt hat die regionale Industrie 2020 im Ausland rund 2,3 Milliarden € weniger erlöst als im Vorjahr. „Das ist mehr als der Jahresumsatz unserer Region mit den Niederlanden“, verdeutlichte Laudwein die Größenordnung des Einschnitts. Die regionale Betroffenheit war im Kreis Warendorf mit minus 22,5 Prozent am höchsten, weil dort der Maschinenbau dominiert, der einen besonders kräftigen Exporteinbruch zu verkraften hatte.

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