Corona-Fälle im Kindergarten St. Ambrosius
Sechs Mitarbeiter sind infiziert

Ostbevern -

Im Kindergarten St. Ambrosius hat es in der vergangenen Woche einen Corona-Fall gegeben. Inzwischen steht fest, dass sich sechs Mitarbeiter infiziert haben. Jetzt können die Eltern der betroffenen drei Gruppen ihre Kinder auf das Virus testen lassen.

Mittwoch, 03.03.2021, 16:47 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 15:14 Uhr
Im Kindergarten St. Ambrosius gab es einen Ausbruch des Corona-Virus. Sechs Mitarbeiter sind bisher positiv auf Covid-19 getestet worden. Foto: Gemeinde Ostbevern

Über 55 Personen, darunter Mitarbeiter sowie Kinder aus drei Gruppen des Ambrosius-Kindergartens, stehen unter häuslicher Quarantäne, nachdem es einen Corona-Ausbruch in der Einrichtung gegeben hat.

Aufgefallen war die Infektion einer Erzieherin durch die regelmäßig durchgeführten Schnelltests. „In unseren Einrichtungen haben die Erzieher die Möglichkeit, zweimal in der Woche einen Test durchzuführen“, erläuterte Pfarrer Marco Klein, der über die Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung in die Geschehnisse eingebunden ist.

Da die Testungen durch das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf noch laufen und auch noch Ergebnisse der PCR-Tests fehlen, ist noch nicht abschließend geklärt, wie viele Infektionen es tatsächlich sind. „Beim Personal ist inzwischen bei sechs Mitarbeitern das Virus nachgewiesen worden“, sagte Einrichtungsleiter Leo Middelmann auf Nachfrage.

Am heutigen Donnerstag sollen am Nachmittag auch Kinder der drei betroffenen Gruppen getestet werden. Dazu können die Kinder mit ihren Eltern in die Einrichtung kommen und den Test vornehmen lassen. „Das beruht allerdings auf Freiwilligkeit“, sagt Middelmann. In der Einrichtung selber sind die Vorbereitungen für die Tests getroffen worden. „Wir haben einen Rundgang, und alle Vorsichtsmaßnahmen sind gewährleistet“, sagt der Einrichtungsleiter.

Bei zwei Mitarbeitern ist inzwischen klar, dass es sich um eine Virus-Mutation handelt. Allerdings stehe noch nicht fest, welche Mutation es genau sei. „Das Ergebnis der Sequenzierung steht noch aus“, sagte Barbara Roggenland, Leiterin des Ordnungsamtes der Gemeinde.

Neben den sechs infizierten Mitarbeitern befinden sich weitere Kollegen als Kontaktperson ersten Grades in Quarantäne. In Abstimmung mit dem Jugendamt habe man deswegen beschlossen, die Einrichtung bis zum 12. März einschließlich zu schließen, berichtet Pfarrer Marco Klein. Eine Betreuung der restlichen Gruppe sei deswegen – und wegen des erhöhten Infektionsrisikos – nicht möglich.

Den erkrankten Mitarbeiterinnen gehe es den Umständen entsprechend. Einige würden nur leichte Symptome aufweisen. Einige seien heftiger erkrankt. „Allerdings muss niemand bisher ins Krankenhaus“, sagt Middelmann.

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