Schwarze Rehe gesichtet
Besondere Farbspiele am Schöppinger Berg

Leer/Schöppingen -

Sie gelten als Mythos in den Jägerforen, die schwarzen Rehe. Schon Hermann Löns der berühmte Heidedichter und Schriftsteller, schrieb 1906: „Die Ausbreitung der schwarzen Rehe von Haste und von der Lucie aus kann man ziemlich genau verfolgen.“ Damals noch überwiegend auf der Ebene zwischen Hannover und Oldenburg bis nach Ostfriesland verbreitet, trifft man diese Farbvariante auch westlich der Weser bis weit über Münster hinaus an. So jetzt auch am Schöppinger Berg oberhalb der Leerbachquelle.

Donnerstag, 08.04.2021, 19:45 Uhr aktualisiert: 08.04.2021, 19:50 Uhr
Ein rotbrauner Rehbock verfolgt am Schöppinger Berg eine schwarz gefärbte Ricke. Foto: Günther Hilgemann

Gleich drei Ricken haben es dem eigentlich typisch gefärbten hellbraunen Bock angetan. Unter den Jägern gelten schwarze Rehe als Rarität. So gilt es als etwas Besonderes, einmal im Leben „einen schwarzen Teufel“ zu erlegen. Genetisch entsteht die Schwarzfärbung durch einen Defekt, eine Einlagerung zu vieler schwarzer Pigmente.

Bei der Kreuzung von rotbraunen mit schwarzen Rehen zeigen die Nachkommen der ersten Generation die Färbung des rotbraunen Partners. Deren Nachkommen spalten sich dann im Verhältnis drei zu eins, rotbraun zu schwarz. Man darf also gespannt sein, ob am Schöppinger Berg demnächst mal ein schwarzer Rehbock auftaucht.

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