Keine neuen Hinweise auf die Täter
Gemeinde zahlt für illegal entsorgte Reifen

Ladbergen. -

Es gibt keine neuen Hinweise, aber die Ermittlungen der Polizei dauern an: Am Dienstagabend hatten bislang unbekannte Täter mehr als 70 alte Reifen auf dem Rehagenweg abgekippt – ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.

Freitag, 09.04.2021, 17:26 Uhr aktualisiert: 09.04.2021, 17:30 Uhr
Der Rehagenweg am Dienstagabend: Foto: Polizei

Dass illegal Müll entsorgt wird, ist leider gang und gäbe. Dass gewisse Mengen an Altreifen in der Natur „abgelegt“ werden, ist ebenfalls keine Seltenheit. „Einmal jährlich kommt das auch bei uns in Ladbergen vor“, sagt Andreas Moysich aus dem Bauamt im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten. Dass aber, wie am späten Dienstagabend auf dem Rehagenweg geschehen (wir berichteten), alte Pneus auf einer öffentlichen Straße abgekippt wurden, daran kann sich der Verwaltungsmann nicht erinnern. Auch der Kreispolizeibehörde ist ein solcher Fall nicht bekannt.

Die Ermittlungen zu den Tätern, die die mehr als 70 Altreifen mithilfe eines Lasters oder Anhängers auf die Fahrbahn des Rehagenwegs in der Nähe der Kreuzung mit der Straße Am Kanal gekippt haben sollen, dauern an. Neuere Erkenntnisse: Fehlanzeige. Ob die Täter jemals ausfindig gemacht werden: reine Spekulation, aber unwahrscheinlich.

Und damit dürfte auch geklärt sein, wer auf den Kosten für die Entsorgung der vornehmlich von landwirtschaftlichen Fahrzeugen stammenden Reifen hängen bleibt: die Gemeinde, die diese letztendlich über die Restmüllgebühr an die Einwohner weitergibt.

Die Mitarbeiter des Bauhofs haben die Pneus, die ein Passieren der Straße am Dienstagabend unmöglich machten, am nächsten Morgen entsorgt. Während der Verwaltung noch keine Rechnung vorliegt, verweist das Unternehmen PreZero in Lengerich lediglich darauf, dass die Entsorgung einer Tonne Reifen mit rund 261 Euro zu Buche schlägt. Dieser Betrag dürfte – auch weil etliche Reifen noch mit verrosteten Felgen versehen haben – nicht ausreichen.

Fest steht, sollten der oder die Täter doch noch ermittelt werden, blüht ihnen laut Kreispolizeibehörde ein Strafverfahren wegen illegaler Müllentsorgung und Gefährdung des Straßenverkehrs – und damit „in jedem Fall eine hohe Geldstrafe“, wie aus Steinfurt zu erfahren war.

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