Kreis Coesfeld will Anlage auf neuesten Stand bringen
Biogasanlage soll grünen Wasserstoff erzeugen

Coesfeld -

Der Kreis Coesfeld will bei der Produktion von Wasserstoff ein Wörtchen mitreden. Und baut eine Biogasanlage um. Für die hat er sich etwas besonderes vorgenommen.

Montag, 03.05.2021, 19:30 Uhr aktualisiert: 03.05.2021, 19:42 Uhr
Teile dieser Biogasanlage sollen ab 2024 grünen Wasserstoff erzeugen. Foto: GFC

Ökostrom zu Wasserstoff: Der Kreis Coesfeld will Teile seiner Biogasaufbereitungsanlage bei der früheren Mülldeponie in Coesfeld nutzen, um grünen Wasserstoff zu erzeugen. „Ein Novum in Nordrhein-Westfalen“, sagte Heinz-Uwe Lewe, Referent des Wirtschaftsministeriums, am Dienstag bei der Vorstellung einer Machbarkeitsstudie.

Denn anders als bei anderen Power-to-Gas-Projekten soll in Coesfeld ausschließlich regenerativer Strom verwendet werden. Er soll als Wasserstoff gespeichert werden, der zum Beispiel für Busse und Lkw genutzt werden kann. Die Anlage soll für zwölf Millionen Euro erweitert werden. Bis zum Jahr 2024 könnte das Leuchtturmprojekt starten. Später ist auch an die Umwandlung des Wasserstoffs in Gas gedacht.

 „Der Standort ist nahezu ideal“, freute sich Stefan Bölte, Geschäftsführer der kreiseigenen Gesellschaft GFC. Schon jetzt wird in der Anlage aus dem Biomüll des Kreises Coesfeld Erdgas hergestellt. Eine Gasleitung ist bereits vorhanden.

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