Evangelische Christus-Gemeinde
Presbyterium löst sich auf

Ahaus/Heek/Schöppingen -

Die Gottesdienstbesucher in der Ahauser Christuskirche erfuhren es am Sonntag: Das Leitungsgremium der evangelischen Kirchengemeinde Ahaus, das sogenannte Presbyterium, hat bei der Kirchenleitung die eigene Auflösung beantragt.

Montag, 17.03.2014, 20:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.03.2014, 20:00 Uhr

Gemäß Artikel 80 der westfälischen Kirchenordnung habe sich das 14-köpfige Gremium nach anhaltenden Spannungen und abweichenden Vorstellungen über die zukünftige Gemeindeleitung einstimmig für arbeitsunfähig erklärt, heißt es in einer Pressemitteilung des evangelischen KirchenkreisesSteinfurt-Coesfeld-Borken. Bis zur Bestandskraft der Entscheidung durch die Landeskirche mit Sitz in Bielefeld ruhen die Rechte und Pflichten des Presbyteriums .

Anstelle des Presbyteriums hat der Kreissynodalvorstand, das Leitungsgremium des evangelischen Kirchenkreises, nun Bevollmächtigte zu bestellen. Diese führen dann bis auf Weiteres die Amtsgeschäfte der Kirchengemeinde. Der Bevollmächtigtenausschuss soll zunächst die Situation der Gemeinde genau prüfen und dann eine Neuwahl des Leitungsgremiums vorbereiten.

Die Arbeitsunfähigkeit des Presbyteriums rührt nach Worten des Superintendenten Joachim Anicker von anhaltenden Spannungen und unterschiedlichen Vorstellungen über die zukünftige Leitung der Gemeinde her. „Ich bedaure die Entwicklung sehr“, wird Anicker in der Mitteilung des Kirchenkreises zitiert. Das Gremium sei „zutiefst zerstritten“ gewesen. Diese Konflikte hätten dazu geführt, dass die Sachfragen nicht mehr einvernehmlich bearbeitet werden konnten. Versuche, die Arbeitsfähigkeit durch Beratung oder supervisorische Begleitung von außen wieder herzustellen, scheiterten. „Es gibt offensichtlich Konstellationen, wo alle das Beste wollen, es aber nicht mehr tun können“, so Anicker. Dennoch hätten die Presbyterinnen und Presbyter mit der Auflösung des Leitungsgremiums einen sehr wichtigen und verantwortlichen Schritt getan auf dem Wege zu einer Neubildung der Gemeindeleitung.

Nachdem der Beschluss am Sonntag im Gottesdienst mitgeteilt wurde, sollen die Gemeindeglieder nun in Versammlungen unter Mitwirkung des Superintendenten über die weiteren Schritte informiert werden. Über die Termine werde der Kirchenkreis zeitnah informieren, erklärt Öffentlichkeitsreferent Daniel Cord gestern gegenüber unserer Zeitung.

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