42 niedergelassene Fachärzte aus dem Kreis Coesfeld stehen auf der Empfehlungsliste von „Focus Gesundheit“
Spitzen-„Docs“ auch in der Provinz

Kreis Coesfeld. Bisweilen ist es gar nicht so einfach, den richtigen Facharzt zu finden, der das eigene Leiden kompetent behandeln kann. Zwar gibt es im Internet unzählige Portale, in denen Ärzte bewertet werden können. Doch da hinein posten oft nur solche Patienten, die sich über ihren „Doc“ geärgert haben und mal richtig Dampf ablassen wollen. Durch Einzelmeinungen und -erfahrungen entsteht schnell ein schiefes Bild, das dem jeweiligen Mediziner oft nicht gerecht wird. Das Magazin „Focus Gesundheit“, das seit 2016 vertrauenswürdige Ärzte in der Region empfiehlt, geht einen anderen Weg: „Wir arbeiten mit der gemeinnützigen Stiftung Gesundheit in Hamburg zusammen“, berichtet Leo Przeworski von Burda News auf Nachfrage unserer Zeitung. Ein großes Rechercheteam der Stiftung checkt die rund 240 000 niedergelassenen Ärzte in Deutschland einmal jährlich nach insgesamt elf Kriterien – und ermittelt für jedes Fachgebiet und jeden Kreis mindestens einen, der empfohlen werden kann. Auf dieser Liste stehen aktuell 42 Mediziner aus dem Kreis Coesfeld, einige davon sogar in mehreren Disziplinen und Spezialgebieten.

Mittwoch, 14.06.2017, 17:37 Uhr

Erstmals dabei: Die Coesfelder Gynäkologin Dr. Donate Reichelt freut sich über die unverhofft in der Praxis eingetroffene Urkunde. Foto: Detlef Scherle

„Uns war wichtig, dass nicht nur die Koryphäen in den Großstädten genannt werden, sondern auch die guten Ärzte in den ländlichen Räumen“, so Przeworski. „Denn wer krank ist, fährt bei einer Standardsache nicht unbedingt hundert Kilometer weiter in die nächste Großstadt“, erläutert er.

Neben der Patientenzufriedenheit fließen in die Bewertung regelmäßig Kollegenempfehlungen („Wir fragen Ärzte: Wohin würden Sie selbst gehen?“), die Teilnahme an Disease-Management-Programmen und Fortbildungen sowie Gutachtertätigkeiten ein. Auch das Dienstalter – sprich: die Erfahrung – wird berücksichtigt – und zwar die Jahre als niedergelassener Facharzt. Ferner Fachgebietsbezeichnungen und Zusatzbezeichnungen, die der Arzt oder Zahnarzt führen darf. Darüber hinaus beziehen die Rechercheure der Stiftung Informationen darüber ein, ob die Mediziner Funktionen in medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften haben, regelmäßig Vorträge halten und Qualitätsmanagement betreiben. Geschaut wird auch, welche Services sie für ihre Patienten anbieten.

Bewerben kann man sich für die Auszeichnung nicht. „Die Urkunde kam völlig überraschend in einem großen Umschlag mit der Post“, berichtet Dr. Donate Reichelt. Die Coesfelder Gynäkologin steht erstmals auf der Focus-Liste. Sie freut sich über die Berücksichtigung. „Das hebt sich wohltuend ab von anderen Portalen, in denen die Bewertung gar nicht nachvollziehbar ist“, sagt sie. Sie sieht ihre Berücksichtigung auch als Anerkennung ihrer steten Fortbildungsbemühungen. „Ich liege da weit über dem Mindestkontingent.“ Fortbildungen empfinde sie auch nicht als Last: „Der Austausch mit Kollegen tut gut. Gerade wenn man in der Praxis Einzelkämpferin ist.“

Eines ist Przeworski noch ganz wichtig: „Die Auswahl der empfohlenen Ärzte erfolgte anhand der genannten Kriterien und sorgfältiger Recherche.“ Aber: „Die Qualifikation der vielen Ärzte, die wir in den Focus-Listen nicht nennen, wird selbstverständlich nicht angezweifelt.“

| www.focus-arztsuche.de

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