Viel Applaus für Ministerin Christina Schulze Föcking beim Kreisverbandstag in Senden
Besseres Image für Landwirte gefragt

Senden. Über hohen Besuch freuen sich rund 400 Landwirte beim Kreisverbandstag des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Coesfeld in der Steverhalle in Senden. Christina Schulze Föcking, Ministerin für Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz – in Steinfurt aufgewachsen – zeigt sich begeistert über die „unfassbar vielen bekannten Gesichter“.

Freitag, 12.01.2018, 06:56 Uhr

Blicken für die Landwirtschaft zuversichtlich in die Zukunft: (v.l.) Sebastian Täger (Bürgermeister von Senden), Dr. Christian Schulze Pellengahr (Landrat), Michael Uckelmann (Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Coesfeld), Ministerin Christina Schulze Föcking, Werner Schulze Esking (stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender), Raphael van der Poel (Kreisverbandsgeschäftsführer), Michael Muhle (Landjugend), Georg Silkenbömer (Kreislandwirt) und Marianne Lammers (Kreisstelle Coesfeld der Landwirtschaftskammer). Foto: Manuela Reher

Sie hat viel Lob im Gepäck für die innovativen Landwirte im Kreis Coesfeld. Die Landwirtschaft sei die viertgrößte Wirtschaftsbranche. Dabei spiele es keine Rolle, ob der Betrieb konventionell oder ökologisch ausgerichtet sei. Alle würden am selben Ziel arbeiten, die Bevölkerung gesund zu ernähren.

Landwirtschaft und Naturschutz sieht die Ministerin nicht als Gegensätze an, sondern beide könnten Hand in Hand zusammenarbeiten. Sie macht deutlich, dass sie sich in Düsseldorf für eine nachhaltige Nutztierstrategie einsetzen möchte. Aber der Wandel in den Ställen sei nicht von heute auf morgen möglich. Sie fordert, den Pflanzenschutz auf wissenschaftliche Basis zu stellen, und warnt gleichzeitig vor Panikmache.

Auch dafür bekommt die Ministerin viel Applaus. Raphael van der Poel, Geschäftsführer des Kreisverbandes, bringt es auf den Punkt: „Wir alle verbinden mit der neuen Chefin im Hause des Landwirtschaftsministeriums Entlastung bei überbordender Bürokratie, Hilfestellung im Strukturwandel und nicht zuletzt auch die Unterstützung bei den Diskussionen um die Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik.“

Vor allem Themen wie Flächenverbrauch, Zukunft der Tierhaltung und die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest seien jene Themen, die die Bauern aktuell besonders beschäftigen, sagt Michael Uckelmann, Vorsitzender des Kreisverbandes. Stolz zeigt er sich über eine Aktion der Landwirte aus dem Kreis Coesfeld, die im Sommer 2017 für Aufsehen gesorgt habe. Auf einer Länge von 150 Kilometern haben die Bauern unter dem Motto „Blütenpracht am Wegesrand“ farbenfrohe Blühstreifen ausgesät und so einen aktiven Beitrag zur Biodiversität geleistet. Auch diese Aktion trage dazu bei, das Image der Landwirte zu verbessern.

Eine Überraschung hat Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr im Gepäck. Er überreicht dem Kreisverband einen Scheck in Höhe von 5500 Euro. Damit würdigt der Kreis das herausragende Engagement der Landwirte beim Verlegen von Glasfasernetzen im Außenbereich in Eigenleistung. Das Geld soll für die Produktion eines Films verwendet werden, mit dem das besondere Ausbaumodell im Kreis Coesfeld dokumentiert wird.

Michael Muhle (Landjugend) bezeichnet in seinem Schlusswort den Glasfaserausbau als guten Impuls, den Gemeinschaftssinn der Landwirte zu stärken. Die Landjugend sei mit 2230 Mitgliedern die stärkste Jugendorganisation im Kreis.

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