Kreis Coesfeld
Alle Kinder bekommen einen Platz

Kreis Coesfeld. Die gute Nachricht hatte Detlef Schütt schon vor der Sitzung auf Nachfrage zu vermelden: „Alle angemeldeten Kinder – sowohl im Ü3- als auch im U3-Bereich – bekommen im Jahr 2019/20 einen Kindergartenplatz“, erklärte der Sozialdezernent des Kreises Coesfeld gegenüber unserer Zeitung. In der Sitzung selbst hat der Jugendhilfeausschuss dann am Donnerstagabend den Kindergartenbedarfsplan für 2019/20 einstimmig beschlossen.

Donnerstag, 14.03.2019, 20:57 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 21:00 Uhr
Von Jahr zu Jahr steigen die Anmeldungen in den Kindertageseinrichtungen in allen Altersgruppen kontinuierlich an. Bald, so schätzt das Kreisjugendamt, wird eine Anmeldung im zweiten Lebensjahr zur Regel. Foto: az

Doch der Trend setzt sich fort: Auch im kommenden Kindergartenjahr werden die Anmeldequoten in allen Altersklassen wieder übertroffen. Grund für diese Entwicklung sieht das Kreisjugendamt, das für alle Kommunen im Kreis außer Coesfeld und Dülmen zuständig ist, in der niedrigen Arbeitslosen- und in der hohen Frauenwerwerbsquote.

„Insgesamt sind mehr Plätze für Ü3- und U3-Kinder in die Bedarfspläne aufgenommen worden, um eine Versorgung zu gewährleisten“, sagte Ingo Niehues vom Kreisjugendamt im Ausschuss. Die Versorgungsquote liege jedoch nur knapp über der Anmeldequote. „Havixbeck sticht in diesem Jahr mit einer U3-Anmeldequote von knapp 60 % hervor“, erläuterte Niehues.

Die U3-Anmeldequote aus dem Vorjahr wird insgesamt um 2,44 % übertroffen und liegt jetzt bei 48,06 %. Die Quote der Anmeldungen der einjährigen Kinder stieg erneut im Vergleich zum Vorjahr und zwar um 3,36 % auf 47,15 %. Auch bei den zweijährigen Kindern liegt die Anmeldequote 2019/20 mit 89,55 % noch 1,75 % über Vorjahres-Niveau. Langfristig stellt sich der Kreis darauf ein, dass die Anmeldung in einer Kita spätestens mit dem zweiten Lebensjahr zur Regel wird und nicht mehr das Vollenden des dritten Lebensjahres.

Zwar lägen für das Jahr 2019/20 Pläne für weitere Einrichtungen vor, allerdings müssen für diese zum Teil noch Träger oder Investoren gefunden werden. Um den Trägern im Kreis bis zur Novellierung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) finanzielle Planungssicherheit zu geben, stellt das Land ihnen insgesamt vier Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln für das kommende Jahr zur Verfügung, die auch darüber hinaus 2020/21 verwendet werden können.

Auch die Suche nach Personal werde eine der größten Herausforderungen der Zukunft. „Der Schwerpunkt sollte auf die Ausbildung von guten Erziehern gelegt werden“, betonte Wolfgang Dropmann (Grüne) in der Sitzung.

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