Kreis Coesfeld
Henrichmann: „Jedes Leben ist lebenswert“

Kreis Coesfeld (vth). Sollen die Krankenkassen die Kosten für vorgeburtliche Tests auf das Down-Syndrom übernehmen? Der hiesige CDU-Abgeordnete Marc Henrichmann (Havixbeck) will diese Frage noch nicht beantworten. Donnerstag hat sich der Bundestag mit dem Thema beschäftigt – eine Orientierungsdebatte, „nach der ich noch nicht entscheiden will“, sagt er. „Fragen der Bioethik gehören zu den schwierigsten Themen, über die ein Abgeordneter zu entscheiden hat.“

Donnerstag, 11.04.2019, 21:28 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 06:32 Uhr

Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung eines möglichen Gesetzes sei für ihn entscheidend, dass keinerlei Druck auf werdende Mütter ausgeübt werden darf. „Keinesfalls dürfen sie sich dazu gezwungen fühlen, einen solchen Test durchführen zu müssen.“ Auch dürfe ein entsprechendes Testergebnis nicht dazu führen, dass sich Schwangere mit einer Erwartungshaltung konfrontiert sehen, die Schwangerschaft zu beenden. „Ich möchte nicht, dass werdende Mütter sich für die Geburt eines Kindes mit Down-Syndrom rechtfertigen müssen“, so Henrichmann. Den betroffenen Familien müsse jede mögliche Unterstützung angeboten werden. „Jeder Mensch ist Teil unserer pluralen Gesellschaft.“ Jedes Leben sei lebenswert und wertvoll.

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