Kreis Coesfeld
„Unsere Hilfe ist dringend notwendig“

Kreis Coesfeld. „Das ist gelebtes bürgerschaftliches Engagement.“ Dieses Lob, das sich gleich an zwei Organisationen richtete, kam aus berufenem Mund: Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr würdigte das Engagement der heimischen Soroptimistinnen und der Mitglieder des Vereins „Hilfe für Senegal“. Anlass für dieses Dankeschön war die Abschlussveranstaltung des Projekts „ÜberWasser 2019 – ein Brunnen & Garten im Senegal“ der Soroptimistinnen in der Burg Vischering.

Dienstag, 14.05.2019, 10:56 Uhr
„Talkten“ über die gelungene Hilfsaktion und den Alltag im Senegal: Botschafter Stephan Röken, Moderatorin Eva Voss, Anja Kühlkamp, Heike Zucker Reimann, Gudula Gotzes, Werner Wortmann und Elvira Lipp (v.l.). Foto: az

Wie berichtet, hatten sich 13 Clubs aus dem Münsterland für den Bau eines Brunnens und der Anlegung eines Schulgartens im senegalesischen Dorf Baback engagiert und bei der Realisierung auf die Unterstützung des Vereins „Hilfe für Senegal“ zurückgegriffen. Nun hatten die Initiatorinnen der Service-Organisation berufstätiger Frauen zu einer Abschlussveranstaltung eingeladen, um Bilanz zu ziehen. 140 Vertreterinnen der heimischen Hilfsorganisation waren dazu in die Burg gekommen.

Im März 2019 waren der Brunnen und der Schulgarten offiziell übergeben worden. An dieser Feier nahmen nicht nur Heike Zucker Reimann, Elvira Lipp und Anja Kühlkamp stellvertretend für die heimischen Soroptimistinnen teil. Auch der deutsche Botschafter im Senegal, Stephan Röken, erlebte die Begeisterung der Bevölkerung mit. Er hatte seinen Heimaturlaub zur Stipvisite in Lüdinghausen genutzt. „Es ist kaum vorstellbar, wie dringend unsere Hilfe dort notwendig ist“, bilanzierte Heike Zucker Reimann (Lüdinghausen) ihre Erfahrungen, die sie „vor Ort“ gemacht hatte. Ihr Fazit: „Wir sollten die Wasser-Projekte fortsetzen.“ Auch Elvira Lipp (Dülmen) unterstrich, dass durch dieses Projekt nicht nur ein Beitrag zur besseren Ernährung der Bevölkerung geleistet werde. Es handele sich auch um ein Bildungsprojekt. „Bildung ist in einem solchen Land enorm wichtig“, so die Soroptimistin, die auch eine finanzielle Bilanz der Aktion zog: Wenn auch der Erlös der Abschlussveranstaltung ermittelt ist, kann „Hilfe für Senegal“ mit einer Finanzspritze von „deutlich über 10 000 Euro“ rechnen. Ihr persönliches Fazit der Aktion und der Senegal-Reise brachte Anja Kühlkamp (Lüdinghausen) mit einem Satz auf den Punkt: „Ich würde sofort wieder hinfahren.“

Wasser- und Stromversorgung sowie die Verkehrsinfrastruktur bezeichnete Botschafter Stephan Röken in der abschließenden Talkrunde, die von Eva Voss moderiert wurde, als die größten „Baustellen“ des Staates im ländlichen Raum. Bis die senegalesiche Regierung diese Probleme lösen könne, würden noch Jahrzehnte vergehen. Daher sei die Hilfe von Organisationen wie „Hilfe für Senegal“ bei der Entwicklung der ländlichen Regionen besonders wichtig, so das Lob des Diplomaten. Aus Sicht der Soroptimistinnen war aber auch ein anderer Aspekt von Bedeutung: die Stellung der Frau in der senegalesischen Bevölkerung.

Gudula Gotzes, Vorsitzende des Vereins „Hilfe für Senegal“, brachte zwei Bilder mit, um die Effektivität des Projekts zu unterstreichen: Sie zeigten zwei Teller der Schulküche in Babak. Vor der Anlegung des Gartens war der Teller mit Reis und Soße gefüllt, nach der ersten Ernte bestand der Mittagstisch neben Reis auch aus Karotten, Zwiebeln, Salat und Bohnen. . .

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