Kreis Coesfeld
Rosendahler verteidigen Platz 1

Kreis Coesfeld. Knapp jeder dritte Bürger im Kreis Coesfeld (32 %) ist Mitglied in einem Sportverein. Das belegt die Bestandserhebung für 2019, die der Kreissportbund jetzt vorgelegt hat. 70 063 Mitglieder verzeichnen die über 200 Sportvereine im Kreis Coesfeld insgesamt. Unangefochten an der Spitze bleiben die Rosendahler mit einem Organisationsgrad von 41,6 % – Tendenz steigend. Denn im vergangenen Jahr hat die Mitgliederzahl in Rosendahl erneut um zwei Prozent zugelegt.

Mittwoch, 17.07.2019, 10:00 Uhr
Foto: az

Das Geheimnis des Rosendahler Vereinssports sieht Jens Wortmann, Vorsitzender der Geschäftsführung vom Kreissportbund, in mehreren Faktoren. „Zum einen besteht dort ein sehr hohes Engagement der Kommune. Zum anderen haben die drei Vereine Schwarz-Weiß Holtwick, Westfalia Osterwick und Turo Darfeld eine sehr hohe Bindekraft“, erklärt Wortmann. Gerade im Jugendbereich gebe es Jahrgänge, in denen 90 % im Verein angemeldet seien.

Auch Ascheberg verzeichnet eine positive Entwicklung mit einem Mitgliederzuwachs von 3 % – und das bereits das zweite Jahr in Folge. Mit einem Organisationsgrad von 38,1 % hat die Kommune damit sogar Coesfeld (37,7 %) von Platz 2 verdrängt. Doch kein Grund zur Sorge für die Kreisstadt: „In Coesfeld wird jetzt American Football schon erfolgreich betrieben. Das wird sich in den kommenden Jahren sicher in den Mitgliederzahlen niederschlagen“, ist Wortmann überzeugt.

Überhaupt hätten es Vereine, die auch Trendsportarten eine Chance geben, leichter als solche, die sich nur auf die klassischen Sportarten festlegen – auch wenn Fußball nach wie vor mit 20 500 Mitgliedern die beliebteste Sportart im Kreis Coesfeld bleibt. Ein Beispiel ist Olfen. Auch wenn die Stever-Stadt noch Schlusslicht ist mit einem Organisationsgrad von 26,3 %, habe die Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren zwischen 10 und 12 % zugelegt. Dazu beigetragen hat auch die Sportart „Calisthenics“. „Das ist ein Sport, bei dem das eigene Körpergewicht für Übungen genutzt wird“, erklärt Wortmann den Trendsport. So hat Olfen Übungsgeräte im öffentlichen Raum aufgestellt, wozu die Sportvereine passende Angebote entwickelt haben.

Dass Kommunen wie Billerbeck oder Nordkirchen (jeweils minus 2 %) Rückgänge verzeichnen, habe oft „hochindividuelle Gründe“, so Wortmann. „Wenn in einem Sportverein ein Übungsleiter in den Ruhestand geht, brechen womöglich mit einem Mal 80 Mitglieder weg“, nennt er ein Beispiel. Ungeachtet dessen müssen man vor allem den Fokus auf Menschen zwischen 18 und 60 Jahren legen. Denn hier sinke der Anteil allerorten deutlich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6783953?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F
Laumann klagt „katastrophale Arbeitsbedingungen“ in Schlachthöfen an
Kontrollen decken Missstände auf: Laumann klagt „katastrophale Arbeitsbedingungen“ in Schlachthöfen an
Nachrichten-Ticker