Kreis Coesfeld
Wo Tiere die Therapie unterstützen

Kreis Coesfeld (vth). Pferde, Hunde, Katzen: Tiere können auf Menschen positiv wirken. Speziell für suchtkranke Menschen sind sie oft eine emotionale Unterstützung. „Der Pferdehof Hövel bietet dies nun schon seit 20 Jahren“, freut sich Andrea Schmäing, Geschäftsführender Vorstand des IBP e.V., der den Therapie-Hof zwischen Dülmen, Nottuln und Coesfeld betreibt. Seit 1999 ermöglicht der Verein mit dem Hof suchtkranken Frauen und Männern eine gesundheitliche Stabilisierung. „Eine Erfolgsgeschichte“, sagt Schmäing.

Donnerstag, 19.09.2019, 10:00 Uhr
Seit 20 Jahren besteht der Pferdehof Hövel zwischen Nottuln und Dülmen am Fuße der Baumberge. Foto: az

Grund genug, um den Geburtstag zu feiern: Am Freitag, 20 September, erwartet IBP (Interkulturelle Begegnungsprojekte) auf dem Hof Matthias Löb, Landesdirektor des LWL, als Ehrengast. Nottulns früherer Bürgermeister Peter-Amadeus Schneider hat sich mit einem Beitrag unter der Überschrift „Am Rande“ angekündigt. Nach einer Begrüßung von Andrea Schmäing informiert Pferdehof-Leiter Thomas Lülf die geladenen Gäste über die Einrichtung.

1999 wurde der Pferdehof mit 14 stationären Plätzen eröffnet. Das Hauptaugenmerk des therapeutischen Ansatzes liegt auf der Stärkung der Kompetenzen der Bewohner, wie Schmäing im Gespräch mit unserer Zeitung erläutert. Die Klienten haben auf dem Hof, der auch Pferdepensionsbetrieb ist, einen stukturierten Alltag, in dem sie im Garten, der Werkstatt, beim Gemüseanbau oder mit der Pflege der Tiere beschäftigt sind. Diplom-Sozialpädagogen, Ergotherapeuten, Landschaftsökologe, Pferdewirt und Hauswirtschaftskräfte gehören zum Arbeitsteam auf dem Hof.

IBP wurde 1990 gegründet. Der Verein unterhält stationäre und ambulante Hilfen für Suchtkranke, psychisch Kranke und Menschen in besonderen Lebenslagen. Er ist an verschiedenen Stellen in Coesfeld mit Wohngruppen und Projekten aktiv, außerdem auf dem Hof Schoppmann in Nottuln-Darup und im Bahnhof Billerbeck.

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