Pflegeeinsatz im Merfelder Feuchtgebiet
Naturschützer „transplantieren“ Wiese für die Artenvielfalt

Kreis Coesfeld. Es ist eine Premiere des Naturschutzzentrums für den Artenschutz im Kreis Coesfeld: 14 Personen mit Minibagger, Autoanhänger und Schubkarren schälen in einer Merfelder Feuchtwiese den Oberboden wie Rollrasen ab, verladen ihn und bringen ihn an anderer Stelle wieder auf. Damit wird eine ganze Sumpfdotterblumenwiese umgepflanzt.

Donnerstag, 05.12.2019, 08:52 Uhr
Viele helfende Hände waren nötig, um die Sumpfdotterblumenwiese zu „transplantieren“. Foto: Kerstin Bartsch

Mit einer kleinen Maschine werden circa 40 cm breite und 8 cm dicke Grassoden aus einer Rinderweide geschält und in Handarbeit in Längen von einem Meter aufgerollt. In einer zweiten Feuchtwiese, 200 Meter entfernt, bereiten Mitarbeiter zeitgleich die Fläche vor, auf die der Rollrasen „transplantiert“ werden soll.

„Die Trasse der neuen Bundestraße 67n durchschneidet eine der artenreichsten Feuchtwiesen im Kreis Coesfeld“, so Corinna Becke vom Naturschutzzentrum. Viele Charakterarten des Nass-Grünlandes wie die Sumpfdotterblumen, drohen laut Pressebericht unter der Baustelle zu verschwinden. „Mit dem System der Spender- und Empfängerfläche wollen wir einen wertvollen Pflanzen-Schatz retten“, ergänzt Kerstin Wittjen.

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