DRK-Kreisverband stellt erste Ergebnisse von Langzeitprojekt vor
Ehrenamtler auch über Social Media gewinnen

Kreis Coesfeld. Eine differenzierte Ansprache von jungen Menschen, Familien und Berufstätigen, aber auch von Pensionären, Migranten und Neubürgern sowie entsprechend angepasste Konzepte – damit will der DRK-Kreisverband künftig Ehrenamtliche für sich gewinnen. Hier empfehlen sich jeweils unterschiedliche Wege – über Mailings, Social Media oder Veranstaltungsformate – diese zu erreichen, wie Projektberater Dieter Schöffmann bei der Ergebnispräsentation zum Thema Freiwilligenmanagement und -koordination jetzt erklärte.

Mittwoch, 11.12.2019, 10:14 Uhr
Setzen sich gemeinsam beim DRK fürs Ehrenamt ein: (v.l.) Klaus Gottschling (OV Havixbeck), Marion Dirks (OV Billerbeck), Heinrich-Georg Krumme (Sparkassenstiftung), Dieter Schöffmann (Projektberater von „vis a vis“), Christoph Schlütermann (Vorstand DRK Kreisverband), Dirk Musholt (DRK-Kreisrotkreuzleiter). Foto: az

Heinrich-Georg Krumme sah das finanzielle Engagement der Sparkassenstiftung bei der Vorstellung der Ergebnisse bestätigt. „Wir fördern das Ehrenamt, weil wir wissen, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für den Zusammenhalt und das Funktionieren einer Gesellschaft ist“, begründete der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Westmünsterland den Einsatz der Sparkassenstiftung. Dem DRK war es gelungen, über den Fördertopf des europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes das Förderprojekt zum Thema Freiwilligenmanagement und –koordination zu gewinnen.

Insgesamt steuert die EU 65 000 Euro in das Projekt (Gesamtkosten 100 000 EUR), der Rest musste durch Eigen- und Drittmittel aufgewendet werden. „Wir sind überaus dankbar über das soziale Engagement der Sparkassenstiftung“, freute sich DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann über diesen beachtlichen Beitrag, heißt es im Pressebericht.

Das DRK stellte der Öffentlichkeit jetzt erste Ergebnisse dieses auf drei Jahre ange-legten Projektes vor. „Das DRK“, so Schlütermann, „sei eine Hilfsorganisation, die ihre zahlreichen Dienste vom Katastrophenschutz, den Sanitätsdiensten, der Blutspendeorganisation, der Jugend- und Seniorenarbeit und vieles mehr nicht ohne ehrenamtliches Engagement aufrechterhalten kann.“ Das Problem sei, so die Ortsvereinsvorsitzende des DRK Billerbeck, Marion Dirks, dass der gesellschaftliche Wan-del und die heutige Berufswelt sowie das Freizeitverhalten vieler Menschen nicht immer leicht mit dem Ehrenamt zu vereinbaren sei. Hier müsse man mit neuen Antworten zur Gewinnung von Ehrenamtlichen überzeugen.

Zahlreiche Workshops in den Ortsvereinen, Interviews, Literaturrecherche und Onlineumfragen waren die Basis für die gewonnenen Erkenntnisse. In den nächsten zwölf Monaten wollen die DRK-Ortsvereine der Baumbergeregion den weiteren Fahrplan mithilfe des Leitfadens und eines Methodenkoffers umsetzen. Am Ende sollen das gesamte DRK im Kreis Coesfeld aber auch alle übrigen Vereine, die ähnliche Probleme haben, von den Ergebnissen profitieren. „Das besonders Vorbildliche am DRK-Projekt ist, dass es auch von anderen gemeinnützigen Vereinen genutzt werden kann“, lobt Heinrich-Georg Krumme.

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