Elf neue LTE-Stationen in 2019
Kampf gegen Funklöcher geht weiter

Kreis Coesfeld. Wer die 116 LTE-Standorte betrachtet, die sich auf der Landkarte des Kreises Coesfeld verteilen, erkennt: 2019 hat sich etwas getan. Elf neue Standorte der vierten Mobilfunkgeneration – zumeist Umrüstungen – sind hinzugekommen. Erkennbar ist aber auch: Weiße Flecken in der Versorgung sind noch längst nicht überall behoben, wie zum Beispiel am Kloster Gerleve. „Das Funkloch ist noch da“, bestätigt Dr. Jürgen Grüner, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld (wfc) beim Pressetermin im Kreishaus. Der Kampf gegen die LTE-Funklöcher setzt sich also auch in 2020 fort.

Samstag, 11.01.2020, 09:58 Uhr
Die Standort-Verdichtung mit LTE-Mobilfunk nimmt zu, wie (v.l.) Jochen Wilms (Breitbandkoordinator wfc), Dr. Jürgen Grüner (Geschäftsführer wfc) und Dr. Christian Schulze Pellengahr (Landrat) hier präsentieren. Die roten Punkte sind die in 2019 neu hinzugekommenen LTE-Standorte. Auch auf der Kreisleitstelle (im Hintergrund) befindet sich ein LTE-Mast. Foto: Florian Schütte

Eine deutliche Verbesserung dürften Telefónica-Kunden in Coesfeld verspürt haben. Dort sind zwei Masten aufgerüstet worden, sodass nun nahezu überall in der Kreisstadt mit Highspeed unterwegs gesurft werden kann. Auch in Nordkirchen an der Asbachstraße sendet die Station dort nun in 4G. Mit Blick auf die Masten sei dem Kreis in 2019 zugutegekommen, dass „die Genehmigung für die Stationen innerhalb weniger Wochen erteilt werden konnte“, meint Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. „So profitieren auch die Gewerbegebiete und Verkehrsachsen wie die Autobahn 1 bei Ascheberg“, sagt Jochen Wilms. Im Dreieck zwischen Lüdinghausen, Senden und Buldern gebe es hingegen noch unversorgte Flächen, so der Breitbandkoordinator der wfc. Doch auch in 2020 sollen diese LTE-Funklöcher nach und nach gestopft werden. „Die neuen Frequenzauflagen führen zu einer besseren Versorgung der Bahnstrecke von Coesfeld nach Münster“, informiert Wilms. „Und auch Südkirchen wird am Sportpark einen neuen Standort kriegen. Das war dort immer ein Problem“, fügt der Experte hinzu. „Dabei war es hilfreich, mit den Kommunen eine gemeinsame Digitalisierungsstrategie zu fahren“, sagt Schulze Pellengahr.

Erfreulich sei laut Wilms, dass sich die Befürchtung, Verbraucher könnten in alten UMTS-Verträgen hängen bleiben, nicht bestätigt habe. „Da findet eine sanfte Migration, also eine sukzessive Umstellung auf LTE, statt“, so Wilms. Wünschenswert wäre es, meint Wilms, „dass Anbieter Standorte häufiger gemeinsam nutzen“. Weil dies jedoch oft ein frommer Wunsch bleibt, werde auch der Aufbau alternativer Netze wie LoRaWAN geprüft.

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