Krankenhäuser fahren schrittweise wieder Richtung Normalbetrieb
Operationen starten wieder

Kreis Coesfeld. Auch im Kreis Coesfeld wurden Operationen und Behandlungen in den letzten Wochen wegen der Corona-Pandemie verschoben. Langsam fahren die Krankenhäuser im Kreis wieder in Richtung Normalbetrieb hoch.

Donnerstag, 07.05.2020, 07:00 Uhr
: Die Krankenhäuser im Kreis Coesfeld fahren langsam wieder in Richtung Normalbetrieb hoch. Fotos: /vth Foto: az

Die Christophorus-Kliniken begrüßen die Rückkehr. „Die Lage ist ruhig und kontrolliert und der Zeitpunkt richtig, wieder anders Erkrankte mit in den Fokus zu nehmen“, beschreibt Geschäftsführer Dr. Mark Lönnies die Situation.

In den vergangenen Wochen seien nur Notfälle und die dringlichsten Eingriffe operiert worden – 40 Prozent weniger Operationen als in einem vergleichbaren Zeitraum.

Nun sollen die aufgeschobenen Operationen nachgeholt werden. Diese seien nach Dringlichkeit sortiert, die Betroffenen werden von den Christophorus-Kliniken angerufen. „Wir stehen somit an allen Standorten, trotz der Covid-19-Patienten, in vollem Umfang für die allgemeine Versorgung bereit – uneingeschränkt, mit allen Fachabteilungen“, so Lönnies.

Covid-19-Patienten werden schwerpunktmäßig am Standort Dülmen behandelt. Dort seien eigene Bereiche für sie ausgewiesen und diese seien besonders geschützt. 12 Intensivbetten stehen zur Verfügung. Die Behandlungen in der Neurologie, Kardiologie und Inneren Medizin können davon unbeeinträchtigt stattfinden „Aktuell behandeln wir 12 Patienten mit der Erkrankung“, informiert Lönnies. In Coesfeld und Dülmen stehen uns Isolierstationen zur Verfügung. „Durch unsere drei Standorte können wir Patienten gegebenenfalls verlegen, um alle optimal zu versorgen.“ Die Behandlung von Covid-19-Patienten sei auch weiterhin gewährleistet. Die Strukturen seien so geschaffen worden, dass die Christophorus-Kliniken innerhalb weniger Tage die notwendigen Kapazitäten wieder hochfahren können.

Auch im St. Marien-Hospital in Lüdinghausen wurden aufschiebbare Operationen nicht durchgeführt, um Kapazitäten zu schaffen. „Bis wieder tatsächlich Normalbetrieb herrscht, dauert es noch“, sagt Sprecherin Monika Kleingräber-Niermann. Planbare Operationen soll es schrittweise bald wieder geben. Der Ansturm von Corona-Patienten ist auch im St.-Marien-Krankenhaus ausgeblieben. „Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus muss keiner haben“, betont Kleingräber-Niermann. Neue Patienten, die im Krankenhaus wegen einer Behandlung aufgenommen werden, kämen zunächst in ein Einzelzimmer. „Wir testen sie zunächst, ob sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben“, schildert Kleingräber-Niermann die Vorgehensweise. Erst wenn der Test keine Ansteckung anzeigt, kommt der Patient auf die reguläre Station.

Das St. Marien-Hospital sei weiterhin vorbereitet auf Corona-Patienten. Die Isolierstation bleibe bestehen.

Auch das Hilfs-Krankenhaus in Coesfeld, das der Kreis Coesfeld in der Turnhalle des Pictorius-Berufskollegs in Coesfeld eingerichtet hat, bleibt bis auf weiteres bestehen. Es soll im Notfall belegt werden, falls die Kapazitäten in den regulären Krankenhäusern nicht ausreichen sollten. Bislang ist das nie der Fall gewesen; es steht nach wie vor leer.

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