„Ein Herz für Senegal“ mit neuem Vorstand
Corona-Pandemie trifft Senegalesen hart

Kreis Coesfeld. Der Verein „Ein Herz für Senegal“ traf sich unter Schutzvorkehrungen zu seiner Jahreshauptversammlung. Seit 16 Jahren setzt sich der Verein für eine bessere Versorgung der Menschen im Senegal ein.

Dienstag, 03.11.2020, 07:00 Uhr
Der Vorstand mit dem neuen Vorsitzenden Reinhard Schriever (hinten, 2. v.l.) sowie Luisa Heuermann (vorne, 1. v.r.) als Schriftführerin und Franziska Niehues (vorne, 2. v.l.) als Kassenwartin. Beisitzerinnen sind Karin Langener (2. v.l.), Maria Merschformann (hinten, 4. v.r.) und Kathrin Hasenkrug. Der bisherige Vorsitzende Martin Cauvet (l.) bekamt für sein jahrzehntelanges Engagement viel Applaus. Foto: az

Der langjährige Vorsitzende Martin Cauvet aus Schapdetten erklärte, nicht noch einmal antreten zu wollen. „Ich möchte den Staffelstab in jüngere Hände übergeben.“ In den letzten Jahren erfreute sich der Verein an einem Zuwachs engagierter Neumitglieder, sodass die jährlichen Reisen in den Senegal weiterhin zielführend durchgeführt werden konnten. Und so fand sich auch der neue Vorstand schnell zusammen.

Als neuer erster Vorsitzender wurde einstimmig Reinhard Schriever gewählt. Somit bleibt der Vorsitz in der Hand eines Schapdetteners. Reinhard Schriever fand bewegende Worte, als er Martin Cauvet für sein jahrzehntelanges intensives Engagement dankte. Er und Franziska Niehues überreichten dem 72-Jährigen unter anderem Fotos von der Einweihung des vom Verein finanzierten Schulneubaus teilnahm. Ein Highlight der Vereinsarbeit.

In der Funktion der zweiten Vorsitzenden wird Jesssica Meinert zukünftig von Denise Wübbeling unterstützt. Luisa Heuermann (Billerbeck) wurde in ihrer Funktion als Schriftführerin und Franziska Niehues (Dülmen) als Kassenwartin bestätigt. Der Vorstand benannte als Beisitzerinnen Karin Langener (Rosendahl-Holtwick), die sich bereits seit vielen Jahren im Vorstand engagiert, sowie Maria Merschformann (Rosendahl-Holtwick) und Kathrin Hasenkrug (Münster). „Mit der personellen Verstärkung des Vorstands kann auch in Zukunft viel bewegt werden“, so Reinhard Schriever.

Hervorgehoben wurde im Rückblick der Senegal-Aktionstag, der im letzten Jahr in Billerbeck stattfand. Viele Menschen kamen zum Haareschneiden, für die Kinderbemalung, zum Waffelessen und für einen interessanten Austausch vorbei und unterstützten den Verein durch Spenden. Auch der Schmuckverkauf des Vereins läuft weiterhin gut. Wer hochwertige Armbänder, Ketten oder Ohrringe für sich oder als Geschenk sucht, kann hier einen guten Zweck vollbringen, da ein Teil der Einnahmen in die Kasse des Vereins fließt.

Vor Ort im Senegal war insbesondere die Umsetzung von Solarprojekten ein Schwerpunkt der Projektarbeit. So wurden auch in 2020 mehrere Schulen und eine Krankenstation mit Solarpanelen versorgt, als die Reisegruppe des Vereins im Februar vor Ort war. Die Reise und die Informations- und Aktionsarbeit des Vereins wurde durch die Coronapandemie ausgebremst. Durch den Kontakt zu Senegalesen wissen die Vereinsmitglieder, dass die Menschen im Senegal wegen des schwierigen Zugangs zu einer guten Krankenversorgung besonders stark von einer solchen Pandemie getroffen sind. „Vor Ort wird kaum getestet und leider wird oftmals nicht die Ursache eines Todes festgestellt“, weiß Karin Langener zu berichten.

Umso wichtiger findet es der Verein, den Kontakt auch weiterhin zu halten und „aus der Distanz“ zu helfen. Daher werden weiterhin Projekte mit der Caritas in Thiès, Senegal, gefördert und Kontakt mit den Solarprojektpartnern gehalten. Die Mitglieder freuen sich über alle Spenden und Fördermitglieder.

www.senegal-ev.de

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