Angelika Selhorst und Hermann-Josef Vogt als stellvertretende Landräte vorgeschlagen
Erste Sitzung für den neuen Kreistag

Kreis Coesfeld. Es wird spannend: Die konstituierende Kreistagssitzung steht am Mittwoch (4. November) an, in der die stellvertretenden Landräte gewählt werden. Außerdem zurren die Politiker die Ausschüsse und ihre Strukturen fest, die Mitglieder und Vorsitzenden werden festgelegt. Weitere Gremien werden besetzt. Der bei den Kommunalwahlen wiedergewählte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr wird vereidigt.

Dienstag, 03.11.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 06:02 Uhr
Die erste Sitzung des Kreistags steht Mittwoch an. Dann werden die stellvertretenden Landräte gewählt, die ehrenamtlich tätig sind. Angelika Selhorst (CDU) und Hermann-Josef Vogt (SPD) sollen nach Information unserer Zeitung vorgeschlagen werden. Foto: az

Die Sitzung findet wegen der Coronapandemie nicht im Kreishaus statt, sondern in der größeren Aula des Pictorius-Berufskollegs, Borkener Straße 23, in Coesfeld. Beginn der öffentlichen Sitzung ist um 16.30 Uhr. Die geplante Verabschiedung der bisherigen Kreistagsmitglieder fällt coronabedingt aus, soll aber nachgeholt werden.

Bei den stellvertretenden Landräten haben sich in den letzten Wochen bei den internen Gesprächen zwei Namen herauskristallisiert: Angelika Selhorst von der CDU aus Ascheberg und Hermann-Josef Vogt von der SPD aus Coesfeld als 2. Stellvertreter. Die Grünen werden wohl keinen Personalvorschlag aus ihren Reihen in die Runde werfen. Durch das Mehrheits- und Zählsystem hat die CDU eigentlich sogar auf beide Stellvertreterposten den Zugriff.

„Wir können uns Hermann-Josef Vogt gut als stellvertretenden Landrat vorstellen“, sagt CDU-Fraktionschef Klaus-Viktor Kleerbaum. Vogt war bei den zurückliegenden Wahlen als Landratskandidat angetreten, hatte aber gegen Dr. Christian Schulze Pellengahr verloren. Nun könnte der SPD-Politiker zumindest für das Ehrenamt als zweiter Stellvertreter zum Zuge kommen.

Unterschiedliche Auffassungen herrschen bei den Ausschuss-Strukturen, wie in Gesprächen unserer Zeitung mit CDU, SPD und Grünen deutlich wurde. So sind CDU und SPD der Meinung, dass die Größe der Ausschüsse 23 Mitglieder betragen sollte. Die Grünen schlagen eine geringere Anzahl vor, so wie bisher 21 Vertreter. Der Kreistag an sich hat sich durch das Berechnungssystem leicht von 54 auf 58 Sitze vergrößert. Die CDU hat 28 Sitze, die Grünen als zweitgrößte Kraft 13 Sitze, die SPD 10, die FDP 3, die UWG 2, Linke und Familie je einen.

Einige Umformulierungen stehen bei den freiwilligen Ausschüssen an, die neben den Pflichtausschüssen gebildet werden. So sollen die Themen Ehrenamt und Digitalisierung eine stärkere Thematisierung erfahren; der Bereich Integration an den Schulausschuss angedockt werden. Die Grünen stellten den Vorschlag zur Diskussion, die Bereiche Gesundheit und Klima in eigene Ausschüsse auszugliedern. In der Verwaltungsvorlage sind als Vorschlag nun gelistet:

0 Ausschuss für Kultur, Sport und Ehrenamt

0 Ausschuss für Bildung, Schule und Integration

0 Ausschuss für Arbeit, Soziales, Senioren und Gesundheit

0 Ausschuss für Finanzen, Wirtschaftsförderung und Digitalisierung

0 Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und öffentliche Sicherheit und Ordnung

0 Ausschuss für Mobilität, Infrastruktur und Kreisentwicklung

0 Unterausschuss Jugendhilfeplanung; Unterausschuss ÖPNV; Unterausschuss Klimaschutz

Darüber hinaus wird die Bildung eines Teilhabebeirates vorgeschlagen, der künftig die Belange der Menschen mit Behinderungen auf Kreisebene wahrnehmen soll.

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