Neue Landtagswahlkreise
Vorschlag stößt bei SPD auf scharfe Kritik

Kreis Coesfeld (vth). Neue Einteilung der Wahlkreise bei den Landtagswahlen: Der Vorschlag der Münsterland-CDU kommt am heutigen Mittwoch in den Landtag, darunter auch die geplante neue Einteilung der Wahlbezirke des Kreises Coesfeld. Bisher gab es mit Coesfeld I - Borken III (78) und Coesfeld II (79) zwei Wahlbezirke im Kreis Coesfeld. Nun soll, wie berichtet, ein dritter zusammen mit Teilen von Münster entstehen: Münster III – Coesfeld III (85) soll er heißen und aus den beiden Orten Nottuln (aus dem Wahlkreis 78) und Havixbeck (aus 79) bestehen sowie neun Bezirken aus Münster: Altstadt, Schloss, Geist/Pluggendorf, Aaseestadt, Düesberg, Albachten, Mecklenbeck, Roxel und Sentrup.

Mittwoch, 11.11.2020, 06:00 Uhr

Der Vorschlag der Münsterland-CDU zum Neuzuschnitt trifft auf heftige Kritik bei der SPD. Der neue Wahlkreiszuschnitt sei rein parteipolitisch motiviert, die CDU erhoffe sich eine Steigerung ihrer Wahlchancen, lautet der Vorwurf. Landtagsabgeordneter André Stinka aus Dülmen, kritisiert, dass die CDU den Dialog nicht gesucht habe, obwohl die SPD stets bereit gewesen sei, gemeinsam nach sachgerechten Lösungen zu suchen. „Das zeigt, dass es ihnen zuallererst um eigennützige Interessen geht“, lautet der Vorwurf Stinkas. Die Wahlkreis-Grenzen sollten nach Meinung der SPD weitgehend mit den tatsächlichen Kreisgrenzen übereinstimmen.

Hintergrund ist, dass die Wahlbezirke von der Einwohnerzahl her etwa gleichgroß sein sollen. Da Münsters Wahlbezirke als wachsende Stadt zu groß geworden sind, soll es für Münster einen neuen Wahlbezirk geben. Auch die Kreis-Coesfeld-Wahlbezirke sind etwas zu groß. So entstand der Vorschlag, Nottuln und Havixbeck herauszuschneiden und dem neuen Wahlkreis mit Teilen von Münster zuzuordnen.

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