Schülervertretung fordert Distanz- und Präsenzunterricht
An Situation angepasstes Lernen

Kreis Coesfeld (vth). Mit einem insgesamt eher positiven Gefühl blickt die Bezirksschülervertretung auf das Homeschooling-Modell im Kreis Coesfeld. „Wir haben eine deutlich bessere Struktur bemerkt als im ersten Lockdown“, bilanziert Bezirksschülersprecher Denis Schmidt vom Heriburg-Gymnasium in Coesfeld.

Dienstag, 05.01.2021, 07:00 Uhr
Zwar gibt es immer noch Probleme mit dem Zuhause-Unterricht, aber er läuft besser als im ersten Lockdown, so die Bilanz der Bezirksschülervertretung. Foto: Pixabay

Für den Schulbetrieb ab dem 11. Januar fordern die Schülervertreter Wechsel von Distanz- und Präsenzunterricht in regelmäßigen Abständen für alle Jahrgangsstufen. „Wir möchten somit nicht nach Altersklassen separieren, sondern zeitgleich Bildung für jeden Schüler“, so Denis Schmidt. Alle Prüfungen und Klausuren sollten den Situationen angepasst werden. „Man kann nicht erwarten, dass Schüler in diesem Schuljahr die gleichen Voraussetzungen für Prüfungen mitbringen, wie diejenigen in den letzten Jahren.“ Denn es sei ein Unterschied, ob man Distanz- oder Präsenzunterricht bekommen habe. Die Schülervertreter fordert, dass Schüler kurz vor Prüfungen den größtmöglichen Anteil an Präsenzunterricht bekommen.

Zeitgleich appellieren die Schüler an die Lehrer, dass sie im digitalen Lernen nicht genauso unterrichten wie im Präsenzunterricht. So hätten nicht alle Schüler des Kreises Coesfeld Zugang zu einem digitalen und internetfähigen Endgerät, zu einem Drucker oder sonstigen Printgeräten. „Wir fordern daher auch einen den Situationen angepassten Unterricht.“ Auch erreichten die Schülervertretung Meldungen aus einigen Schulen, in denen Lehrer mit dem digitalen Lernen nicht zurechtkämen. Die Schülervertreter fordern eine Fortbildung von Lehrern für das digitale Homeschoolings. Positiv bewerten die Schüler auch, dass das NRW-Schulministerium in einer Mail den Schulen drei mögliche Szenarien für die Zeit ab dem 11. Januar genannt habe. „Genau so etwas fordern wir seit Monaten, um plötzliche Verordnungen für alle Beteiligten zu verhindern“, so Schmidt.

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