Erster digitaler Sportmedienpreis im Kreis Coesfeld
„Großartig, was ihr bewegt habt“

Kreis Coesfeld. Vorhang auf für den ersten digitalen Sportmedienpreis. „Großartig, was ihr bewegt habt“, freute sich Moderator Marc Zahlmann, der mit Karin Schnaase die Gewinner ehrte. Diesmal gab es fünf gleichwertige Platzierungen für die Sportler und Sportlerinnen sowie für Mannschaften des Jahres 2020. Besonders geehrt wurden zudem sportliche Initiativen, die in der Coronazeit motivierten und sich mit Aktionen für soziale Zwecke einsetzen.

Mittwoch, 24.02.2021, 17:50 Uhr
Großes Hallo, virtueller Beifall: Der erste digitale Sportmedienpreis im Kreis Coesfeld mit den Moderatoren Karin Schnaase und Marc Zahlmann (oben l.) ehrte die Sportler und Mannschaften 2020 sowie sportliche Sozial-Initiativen in Coronazeiten. Foto: az

Nur bedingt konnten sich die Sportler in der Corona-Pandemie in Wettkämpfen messen und Treppchen erklimmen. Dafür hieß es gestern Abend „Spot on“, um den Aktiven mit der Ehrung Wertschätzung entgegen zu bringen. Auf Youtube hatten die Zuschauer die Gelegenheit, live beim Sportmedienpreis dabei zu sein, der vom Kreissportbund, den Zeitungshäusern im Kreis Coesfeld, dem Kreis Coesfeld und der Sparkasse Westmünsterland präsentiert wird.

Europameister, Weltmeister, Aufsteiger – zeitweise lief‘s 2020 trotz Corona mit den Sportwettkämpfen. Manuel Sanders aus Dülmen etwa, der als Deutscher Vize-Meister über 400 Meter (fast) allen davon lief. Philipp Hüwe, der zum Schiedsrichterassistenten in der Bundesliga aufgestiegen ist. Bei den Frauen Yvonne Li aus Lüdinghausen, die 2020 zweifache Deutsche Badminton-Meisterin wurde. Oder Carina Niemeyer aus Dülmen, die den Weltmeister-Titel im G-Judo holte.

Wenn Wettkämpfe und Training nicht mehr möglich waren – vielerorts bildeten sich sportliche Initiativen, um anderen zu helfen. Grund genug für vier besondere Auszeichnungen: Manfred Feldmann und Tobias Helms von der Laufgruppe SV Arminia Appelhülsen stellten individuelle Laufveranstaltungen auf die Beine – verbunden mit Spendenaktionen für Kinder. Der Lauftreff Hohenholte holte ebenfalls mit Spendenläufen die Menschen vom Sofa, so mit einem großen virtuellen Lauf durch Europa. „Uns ging es darum, in der Coronazeit nicht nachzulassen“, erklärte Chris Voll.

Die SG Coesfeld setzte sich für die Tafel und andere Menschen ein, die in der Coronazeit Hilfe benötigten. Nach wie vor sind sie zur Stelle. „Man ist da oft auch Seelsorger“, berichtete Patrick Steinberg. Parasportler Mathias Mester aus Coesfeld paddelte in der Badewanne und sprang von der Rutsche im Garten: Er rief in der Coronazeit humorvoll zu Parantänischen Winterspielen auf – und gewann über Internet und soziale Medien die Herzen der Zuschauer. Nebenbei sammelte „Matze“ Mester für soziale Zwecke Spenden.

Interessante Einsichten für die Zuschauer in kurzen Interviews: „Ich finde es klasse, dass man sich hilft und dass die Menschen im Kreis Coesfeld Rücksicht aufeinander nehmen“, sagte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr auf die Frage, ob er der Pandemie auch etwas Positives abgewinnen könne.

Heinrich-Georg Krumme, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland, verriet, dass er sich auf seinem Rennrad fit hält („Ich brauche ja nur die Straße“), wandert und walkt sowie am Bildschirm bei den virtuellen Sportangeboten mitmacht.

Die Sportvereine seien unterschiedlich von der Pandemie betroffen, beschrieb Bernd Heuermann, Präsident des Kreisssportbunds Coesfeld, die Auswirkungen. Zum Teil hätten sie zu kämpfen, etwa die größeren Vereine mit eigenem Personal. Oder Vereine, die Gesundheitssport mit Unterstützung der Krankenkassen anbieten.

Eine herausfordernde Zeit auch für die Berichterstattung, erklärte, Dr. Norbert Tiemann, Chefredakteur der Zeitungsgruppe Münsterland. Gezeigt habe sich in der Pandemie aber auch, dass die Nachfrage an gut recherchierten Nachrichten so hoch wie nie sei.

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