Dorfmeisterschaft mit 29 Herren-Kegelclubs
„Volle Pulle“ auf Punktejagd

Ascheberg -

Die Jungs von „Volle Pulle“ machen ihrem Name Ehre: Sie legen sich bei der Kegeldorfmeisterschaft ins Zeug. Dennoch steht der Spaß im Vordergrund. Die Resultate sind bei der Siegerehrung am 29. März zu erkennen.

Sonntag, 16.03.2014, 21:22 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.03.2014, 21:22 Uhr

Mit einem dumpfen Aufprall landet die grüne Kugel auf dem Holz, nimmt Fahrt auf und kracht geräuschvoll in die majestätischen Kegel am Ende der Bahn. „Volle Pulle eben“, grinst Patrick Huesmann vom gleichnamigen Kegelclub, reibt sich die Hände und greift zum nächsten Geschoss.

Der Kegelclub „Volle Pulle“ hat am Samstagmorgen schon früh die Ärmel aufgekrempelt, und ist zur Tat geschritten. Im Visier: Möglichst viele Treffer, schließlich haben die Jungs ein erklärtes Ziel: „In zehn Jahren wollen wir den Titel Dorfmeister holen“, verrät Peter Kühnhenrich lachend. Getreu dem Motto „Klein fängt man(n) an, groß hört man(n) auf“, arbeitet sich dieser junge Club, der sich 2007 gerade mal gegründet hat, langsam aber sicher hoch. „Der Blick muss nach oben gehen“, gibt Lars Kersting die Parole aus.

Logisch, schließlich haben diese jungen Herren 2009 bei ihrer ersten Teilnahme an der Kegeldorfmeisterschaft als Letztplatzierter gleich die rote Laterne abgesahnt. Da ist nach oben hin noch viel Luft.

Die Konkurrenz jedoch ist hart, denn 29 Herrenkegelclubs treten in den Wettstreit um den begehrten Titel. Insgesamt vier mal 27 Wurf haben die Kegelbrüder laut Spielregeln dabei am Samstag getätigt, zwei Runden auf den Bahnen bei Frenking, die anderen beiden Runden absolvierten sie, angespornt durch die eigens mitgebrachte Musik, auf der Bahn der Gaststätte Surmann. „In die Wertung kommen davon jeweils vier mal 25 Wurf“, erklärt Frank Butzlaff vom ausrichtenden Kegelclub „Spätsünder“. Acht Männer dürfen dabei pro Club antreten, die besten sechs werden gewertet. Während die „Spätsünder“ ihr Debüt als Ausrichter gaben – „wir haben letztes Jahr zum ersten Mal den Pokal geholt“ und damit auch anschreiben mussten, hatten sie taktkräftige Unterstützung von den „Königsknallern“. Denn das Reglement sieht vor, dass der beste nächstplatzierte Club, der noch nie mit ausgerichtet hat, als Co-Ausrichter fungiert.

Unterdessen zieht Stephan Hölscher am Tisch von „Volle Pulle“ Bilanz: „3527 Holz, das sind 100 mehr als letztes Jahr“. Damit haben die Jungs ihre ureigene Parole alle Male erfüllt. „Dabei sein ist alles“, grinst Stephan Hölscher, „gewinnen ist mehr“, ergänzt Kegelbruder Florian Sparding, und Peter Kühnhenrich setzt noch einen drauf: „Aber der Spaß steht eindeutig im Vordergrund.“ Und den haben die Jungs von „Volle Pulle“ auf jeden Fall am Samstag bei der Auftaktveranstaltung zur Herren-Kegeldorfmeisterschaft gehabt.

Ob sie Zusatzschichten eingelegt haben, um sich näher an ihr Ziel ranzuarbeiten? „Nein, keine extra Trainingseinheiten nur alle vier Wochen kegeln bei Gisa“, lacht Patrick Huesmann, der am Samstag mit 651 Holz als bester Einzelkegler aus der Truppe hervorgegangen ist. Nach getaner Arbeit, packen die Jungs, deren Markenzeichen rote T-Shirts sind, ihre Musik wieder ein, besteigen ein Taxi und wenden sich dem anderen Hobby zu, das auch mit einer runden Kugel zu tun hat, allerdings ist diese aus weichem Leder und landet erfahrungsgemäß in den Maschen eines viereckigen Kastens.

Frank Butzlaff und seine Kegelbrüder hatten hingegen noch einen langen Tag vor sich, denn schließlich endete Tag eins der Herren- Kegeldorfmeisterschaft am Samstag erst um 20 Uhr. Am Sonntag rollten die Kugeln erneut, ebenso wie am kommenden Wochenende.

Der letzte Kampftag ist der 29. März, der dann um 20 Uhr mit der großen Siegerehrung und Kegelparty – große Tombola mit attraktiven Preisen inklusive – bei Frenking für alle Clubs endet.

Denn 14 Damenclubs haben unter der Aufsicht des KC „Lady Power“ ihren Meister schon ermittelt.

Dabei sein ist alles und gewinnen ist mehr.

Stephan Hölscher und Florian Sparding vom Kegelclub „Volle Pulle“
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