Bilder von Josef Wedewer hängen in Burgen Lüdinghausen und Vischering
Zwei Ausstellungsorte – ein Künstler

Lüdinghausen -

Das Gedränge war groß, als am Sonntag die Wedewer-Ausstellung in den beiden Burgen Lüdinghausen und Vischering eröffnet wurde. Die Werkschau des Lüdinghauser Malers zeichne „die künstlerische Entwicklung eines experimentierfreudigen, versierten Künstlers nach“, so Kunsthistorikerin Reinhild Mackowiak.

Montag, 17.03.2014, 19:18 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.03.2014, 09:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.03.2014, 19:18 Uhr

Es kommt nur selten vor, dass das KAKTuS Kulturforum für eine Vernissage die eigenen Ausstellungsräume verlässt. Gestern war dies der Fall. Selbst der Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen schien zu klein für die gut 200 Kunstfreunde, die sich die Gemeinschaftsausstellung des KAKTuS und der Kulturabteilung des Kreises Coesfeld mit den Werken des Malers Josef Wedewer anschauen wollten.

Um dem Lebenswerk des Lüdinghauser Künstlers gerecht zu werden und seine Vielfalt zu zeigen, sind es gleich zwei Ausstellungsteile in beiden Burgen geworden. „Nur so erschließt sich das Werk des Künstlers in all seinen Facetten“, meinte Kunsthistorikerin Reinhild Mackowiak in ihrem Fachvortrag. „Die Ausstellung zeichnet die künstlerische Entwicklung eines experimentierfreudigen, versierten Künstlers nach.“ Neben Porträtzeichnungen, einem Aquarell mit Stiefmütterchen und abstrakten Werken liegt der Fokus der Ausstellung auf Wedewers Landschaftsbildern. „Besonders beeindruckte ihn der Blick auf die unspektakulären Seiten von Landschaft, Dörfern und Städten“, so Reinhild Mackowiak.

Josef hätte seine Freude an der Ausstellung gehabt.

Ursula Wedewer, die Schwiegertochter des 1979 verstorbenen Malers

Dass diese Bildern überhaupt an den Wänden der KAKTuS-Räume zu sehen sind, verdankt das Kulturforum den 40 privaten Leihgebern. Zeitweise „gab es in Lüdinghausen und Umgebung neben der D-Mark ein weiteres beliebtes Zahlungsmittel: ein Wedewer-Bild“, erzählte Silvia Hesse-Böcker vom Kulturforum. Über die Jahre an die nächsten Generationen vererbt, hängen die Bilder nun in Wohnzimmern oder – wie bei einem Porträt einer leicht bekleideten Frau – im Schlafzimmer. „Doch hier wirken sie ganz anders“, fand Aloys Beuers, dessen Bild „ Weißes Haus “ normalerweise „überm alten Schrank“ hängt. „In den Ausstellungsräumen gibt es mehr Licht, das bringt das Bild deutlicher zur Geltung.“

In ihren kurzen Reden lobten sowohl der stellvertretende Bürgermeister Artur Friedenstab als auch Landrat Konrad Püning die Zusammenarbeit von KAKTuS und Kreis. „Das macht einmal mehr deutlich, wie eng die beiden Burgen verbunden sind. Die Ausstellung hat Modellcharakter“, sagte Püning. Als einzige in Deutschland lebende nahe Verwandte gehörte Ursula Wedewer zu den Ehrengästen. „Josef hätte seine Freude an der Ausstellung gehabt“, war sich seine Schwiegertochter sicher.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2326472?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F947674%2F
Gegner stellen Strafanzeige
Zeelink-Gasleitung: Gegner stellen Strafanzeige
Nachrichten-Ticker