Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln
Praller Spaß durch gute Mimik

Nottuln -

Mit vielversprechender Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln am Samstagabend in ihre Theatersaison.

Montag, 17.03.2014, 11:58 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.03.2014, 18:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.03.2014, 11:58 Uhr

Was unter dem Titel „Swienerie up Hellmanns Hoff“ zu verstehen ist, spiegelt sich schon im ersten Bühnenbild wider. Leere wie volle Bierflaschen liegen verstreut herum, verdreckte Klamotten und alte Zeitungen sind „wie bei Hempels unterm Sofa“ garniert. Mittendrin suhlen sich die Schweinezüchter Franz ( Gil Beckord ) und Gerd (Laurenz Rumphorst jr.) und lassen den lieben Gott einen guten Mann sein.

Mit dieser vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln am Samstagabend in ihre Theatersaison. Es wurde schon in der Premieren-Vorstellung ein Riesenerfolg. Denn die Laienspielschar setzte erstmalig auf einen totalen Umbruch: „Die Jugend muss rein. Bringt den Nachwuchs auf die Bühne.“

So erlebten die begeisterten Zuschauer im restlos ausverkauften Saal Denter einen gleichermaßen erquicklichen wie turbulenten Abend. Denn mit Gil Beckord, Laurenz Rumphorst, Stephanie Alberternst und Franziska Holland – den vier jungen Laienschauspielern – rückte Regisseurin Maria Schlichtmann ein Quartett ins Rampenlicht, das gleich alle Voraussetzungen für ein Theatererlebnis mitbrachte.

So darf es auch erlaubt sein, den kompletten Inhalt des „Schweine“-Schwanks abzuspulen, ohne damit zukünftigen Besuchern etwas von der Spannung zu nehmen. Die „Swienerie up Hellmanns Hoff“ liegt nämlich weniger im Text, als in der glutvollen, von prallem Spaß an Mimik und Motorik geprägten Spiellaune seiner Darsteller. Allen voran die beiden Bauernbuben Franz und Gerd.

Praller Spaß durch Mimik und Motorik

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  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein
  • Mit einer vielversprechenden Szenerie startete die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in ihre Theatersaison. Foto: Dieter Klein

Schlitzohrig und hofbeherrschend der eine, um Rücksicht und Vorsicht bemüht, der andere. Der Gerd will der „Swienerie“ ein Ende setzen und holt mit Lisa (Stephanie Alberternst) eine junge Studentin der Tiermedizin in den Hellmannschen Haushalt. Zum einen, um der Schweinerei im Haus, dem ganzen Müll und der eintönigen Kost ein Ende zu machen, zum anderen, damit sein Bruder Franz endlich aufhört, seine Schweine mit verbotenen Chemikalien zu füttern.

Beides gelingt ihr später. Denn noch herrscht Chaos. Das beginnt schon damit, dass die Hellmannschen Schweine ausbüxen, auf die Straße rennen und dort den Wagen von Pastor Eilers (Hubert Sudmann) demolieren. Dass der Kirchenmann zurzeit der Kollision bis zur Halskrause abgefüllt war, macht die spätere Schadensregulierung nicht einfacher.

Erschwerend kommt hinzu, dass inzwischen die clevere Studentin längst die Schränke voller chemischer Futterzusätze entdeckt hat und um die Hellmanns von weiteren Verstößen gegen Gesetzesauflagen abzuhalten, Franz Hellmann davon regelmäßig unters Mittagessen rührt. Mit durchschlagender Wirkung. Oder – ist die nur gespielt?

Das wissen weder die zickige Studenten-Mama Ilse (Ingrid Budde), noch die nervende Nachbarin Christine (Martha Brüning), noch deren heftig verliebtes Töchterchen Tresken (Franziska Holland). Da letztere aber gedenkt zum Schützenfest ihre große Liebe Gerd Hellmann unbedingt aufs Standesamt zu zerren, bittet sie Pfarrer Eilers um Beantwortung der Frage: „Wo kommen denn eigentlich die Kinder her?“

Allein der nun folgende Dialog war nach Ansicht der geradezu „wiehernden“ Besucher, darunter viele Laienschauspieler aus anderen Orten, schon den Besuch wert.

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Die weiteren Aufführungen: 22. März (Samstag) 19.30 Uhr; 23. März (Sonntag) 14.30 Uhr, mit Kaffee und Kuchen; 28. März (Freitag) 19.30 Uhr; 29. März (Samstag) 19.30 Uhr; 30. März (Sonntag) 14.30 Uhr, wieder bei Kaffee und Kuchen. Die Eintrittskarten kosten 6 Euro sowie 11 Euro incl. Kaffee und Kuchen. Karten-Vorverkauf bei Firma Ahlers, Appelhülsener Straße 18, ✆ 0 25 02/93 09, während der Geschäftszeiten.

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