„Tiger, Pinguin & Co.“: Kinder der Malschule Martha Wulf stellen im Mehrgenerationenhaus aus
Kleine ganz große Künstler

Saerbeck -

Da kamen die Großen aber schön ins Staunen über die Kleinen. Die haben in den vergangenen Wochen gemalt, dass die Pastellkreide nur so staubte. und Bilder von wilden und zahmen Tieren gemalt, die man ihnen kaum zugetraut hätte. Seit gestern hängen Tiger, Pinguin und Co im Mehrgenerationenhaus und laden zum Staunen ein.

Montag, 17.03.2014, 15:44 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.03.2014, 21:04 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.03.2014, 15:44 Uhr

„Fehlt da nicht ne Eins?“ Die Besucher mochten es erst gar nicht glauben, dass die Bilder, die seit gestern im Mehrgenerationenhaus (MGH) hängen, tatsächlich von acht-, neunjährigen Kindern gemalt worden sind. Aber auch 14- und 15-jährige Künstler haben sich in den vergangenen Wochen mächtig ins Zeug gelegt, um unter den Augen ihrer Malschullehrerin Martha Wulf Tiger, Pinguine und andere zahme oder wilde Tiere so zu malen, dass sie die Erwachsenen in anerkennendes Staunen versetzen.

Weil zu jeder ordentliche Ausstellung aber nun mal eine Eröffnung gehört, waren gestern Morgen erst mal die Erwachsenen dran, die Applaus auch dafür bekamen, dass sie sich an die alte Rednerweisheit hielten: „Du kannst über alles sprechen, nur nicht über zehn Minuten!“

Stellvertretende Bürgermeisterin Anne Raffel machte den Anfang und lobte nicht nur die Bilder und die Disziplin und den Ehrgeiz, der dahinter steckt; sie freute sich auch sehr darüber, dass endlich wieder mal Kinder das MGH beleben, denn genau das ist ja Sinn und Zweck des Hauses: dass sich dort die Generationen begegnen. „Ab heute“, sagte Anne Raffel, „gehört ihr zu der großen Gemeinschaft dazu.“

Brigitte Wolf-Vorndieck, die sich zunächst bei Organisatorin und Ideengeberin Claudia Feldmann bedankte, berichtete von einer Stunde in der Malschule, die sie selbst erleben durfte und sehr erstaunt war, „wie selbstständig die Kinder wissen, welche Schritte aufeinander folgen. Dieser Eifer und die Freunde der Kinder am Malen hat mich sehr beeindruckt. und in den Pausen – kein Quätschchen mit der Freundin, nein, da wurde sofort ein neues Motiv ausgesucht.“

Vor Sekt, Orangensaft und Apfelschorle erläuterte auch die Malschullehrerin noch den Zusammenhang zwischen kreativem Handeln und dem Schärfen differenzierter Wahrnehmung, „wodurch die Schüler auch zur Weiterentwicklung nichtverbaler Ausdrucksformen befähigt werden“. Man könne, zitierte sie Galileo Galilei, einen Menschen nichts lehren, „man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“

Wer das Staunen noch nicht verlernt hat, ist eingeladen, sich die Bilder im MGH zu den bekannten Öffnungszeiten anzuschauen.

Ab heute gehört ihr zur großen Gemeinschaft dazu.

Anne Raffel
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