Erster integrativer Spielplatz entsteht an der von-Kleist-Straße
Herausragende Eigeninitiative

Steinfurt -

Voraussichtlich im Herbst wird der erste integrative Spielplatz in Steinfurt eröffnet, und zwar an der von-Kleist-Straße in Borghorst. Am Dienstag wurde in einem Ortstermin das Vorhaben, ausgegangen durch eine Privatinitiative, vorgestellt.

Dienstag, 04.05.2021, 18:10 Uhr
Ortstermin vor der Umsetzung (v.l.) Ralf Brökers (Tiefbauamt); Niels Heermann (Fachdienstleiter Tiefbau), Norbert Münstermann (Baubetriebshof); Initiatorin Christine Elfring, Bauausschussvorsitzender Johannes Wczasek, Initiator Peter Krass, Sozialausschussvorsitzende Marlies Hoffmann und Erster Beigeordneter Michael Schell Foto: Erhard Kurlemann

Voraussichtlich im Herbst kann der erste integrative Spielplatz in der Stadt eröffnet werden. Niels Heermann, Fachdienstleiter Tiefbau, hat am Dienstag bei einem Ortstermin an der von-Kleist-Straße in Borghorst das Verfahren erläutert. „Fünf Spielgeräte soll der Platz bekommen. Etwa drei Monate betragen die Lieferzeiten. Dann müssen sie noch montiert werden. Parallel sind Mitarbeiter des Baubetriebshofs im Einsatz, um vorbereitende und unterstützende Arbeiten auszuführen.“ Der Platz könne später durch einzelne Schaukelgeräte ergänzt werden.

„Der Baubetriebshof ist schon seit einigen Tagen da und hat alte Spielgeräte abgebaut oder begonnen, den Zaun zu setzen“, hat Christine Elfring beobachtet. Sie ist die Initiatorin für den inte­grativen Spielplatz. Sie habe in ihrem Alltag – ihr Mann betreibt ein Taxiunternehmen – häufig mit behinderten und eingeschränkten Menschen zu tun, darunter auch Kinder und Jugendliche. Die Idee habe sie Anfang 2019 bei der Stadt vorgetragen und ab März öffentlich zu Spenden aufgerufen. „47 000 Euro sind bislang zusammengekommen“. Der Betrag werde noch wachsen, ergänzt Peter Krass, der sich ebenfalls für das Projekt engagiert. „Jetzt sehen die Leute, dass der Plan tatsächlich umgesetzt wird.“

Für die Stadt dankt Michael Schell für „das besondere Engagement. „Wir freuen uns, wenn Bürger die Ärmel aufkrempeln“, sagt der Erste Beigeordnete. 40 000 Euro hat die Stadt im Haushalt bereitgestellt, unterstützt das Projekt zudem mit rund 20 000 Euro „Eigenleistung“ durch den Baubetriebshof. Christine Elfring und Peter Krass signalisieren weitere Unterstützung, „wenn es denn richtig losgeht.“

Marlies Hoffmann, Vorsitzende des Sozialausschusses, erinnert daran, dass der integrative Gedanke vielfach im Alltag zu kurz komme. „Vielleicht ist dieses Projekt der Anstoß, bei künftigen Erneuerungsarbeiten die Integration mehr in den Blick zu nehmen“.

Bauausschussvorsitzender Johannes Wczasek begrüßt die „herausragende Eigeninitiative“.

Peter Krass sagt, er könne sich vorstellen, Paten für die einzelnen Spielgeräte zu gewinnen. Eine Sponsorenwand soll auf der Rückseite des Trafohäuschens vor Ort montiert werden.

 

Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Stadt: www.steinfurt,de

Nachrichten-Ticker