Kinder-Studis gehen den Dinos auf die Spur
Tyrannosaurus Rex mit Federn

Burgsteinfurt -

Für die 280 kleinen Besucher der Kinder-Uni drehte sich am Wochenende alles um Urzeitriesen: Dr. Markus Bertling hielt einen spannenden und vielseitigen Vortrag zum Thema „Dinosaurier – und was (noch) nicht in den Büchern steht“ im Audimax der Fachhochschule.

Dienstag, 18.03.2014, 17:17 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 18.03.2014, 17:17 Uhr

Dinosaurier haben manchmal merkwürdige Namen: Knackig kurz, wie Mei long, mal ganz lang, wie Micropachycephalosaurus, oder witzig wie der Poposaurus . . . Doch vieles haben sie alle gemeinsam: Große scharfe Zähne, Schwänze und sie können brüllen, wissen die neugierigen Kinder, die die Vorlesung der Kinder-Uni „Dinosaurier – und was (noch) nicht in den Büchern steht“ am Sonntag besucht haben. Mit 280 Wissensdurstigen, darunter zwei Grundschulklassen aus Emsdetten , war der Audimax in der Fachhochschule ziemlich gut gefüllt.

„Dinosaurier haben sich relativ kurz sehr weit entfaltet“, erklärte Dr. Markus Bertling von der Universität Münster , „sie haben ganz unterschiedliche Formen, ganz unterschiedliche Größen. Und das zeigt: Sie haben unterschiedliche Lebensweisen. Den einen Dinosaurier gibt es nicht.“ Aber eine erst anderthalb Jahre alte Erkenntnis über den Liebingsdino im Kinderzimmer: Der Yutyrannus, eine Frühform des Tyrannosaurus Rex, hatte wohl Federn. Das haben Forscher anhand von fedrigen Strukturen in einem Fossil erkannt. So wird auch sein Nachfolger eine Art federartige Haut gehabt haben.

Überhaupt weisen Dinosaurier sehr viele Parallelen zu Vögeln auf – Wissenschaftler suchen nach dem genauen Übergang zwischen den Spezies. Momentan wird beim Archaeopteryx geforscht, der rabenschwarz ist und eigentlich immer als „Urvogel“ galt. Dinosaurier leben also heute noch vor der Haustür im Vogelhäuschen und lieben Insekten.

Das leitet die Forscher weiter zur nächsten Erkenntnis: „Die Dinosaurier sind nicht ausgestorben, sondern die Nichtvogel-Dinosaurier sind ausgestorben“, so der Fachmann. Momentan sieht die Wissenschaft dafür lang andauernde Vorgänge als Auslöser, wie zum Beispiel den Siegeszug der Laubbäume, der Nadelgehölze, dessen Ausbreitung die Nahrungsquellen für viele Nichtvogel-Dinosaurier verdrängte.

Auch ein Meteoriteneinschlag in Mexiko und mächtige Vulkanausbrüche in Indien mit vielen giftigen Gasen könnten verheerende Folgen für sie gehabt haben.

Nach der Vorlesung konnten die Kids noch Fossilien eines Mittelfuß- und Schwanzknochens sowie eines Eis des Ouranosaurus bestaunen und inspizieren. Die Kinder-Uni ist eine Kooperationsveranstaltung des Kulturforums, der Fachhochschule, der Stadtwerke Steinfurt und der Westfälischen Nachrichten.

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