Kornelia Kabbaj in der Kulturwerkstatt
Schräge Komik und skurrile Tanzeinlagen

Ostbevern -

Sie ist nicht introvertiert, singt und tanzt gerne und sie ist auf Männerfang. Auch in Ostbevern versuchte Kellnerin Edelgard (Kornelia Kabbaj) ihr Glück. Sie war jüngst in der Kulturwerkstatt zu Gast und sorgte mit ihrem Programm für unzählige Lacher beim Publikum.

Montag, 17.03.2014, 06:09 Uhr

Bereits am Eingang der Kulturwerkstatt von einer freundlichen und beflissenen Kellnerin mit Handschlag begrüßt zu werden, war wohl neu für die Gäste. Dass diese dann auch noch die Getränke zum Platz brachte ebenso. Ein Service, an den sich die Besucher der Veranstaltung nicht gewöhnen sollten. Denn als ungekrönte Königin unter den Servicekräften war Edelgard am Freitagabend zu Gast. Mit der stimmgewaltigen Thekensensation, ein alter Ego der Entertainerin Kornelia Kabbaj , konnte Margarete Götker anlässlich des Weltfrauentages eine Vollblutkellnerin begrüßen, die für gute Laune sorgte. Rund fünfzig Besucher ließen sich von ihr nicht nur mit Wasser und Wein versorgen, auch jede Menge schräge Komik und gesangliche Beiträge mit skurrilen Tanzeinlagen bekamen sie serviert.

Nicht nur als Kellnerin erfüllte Edelgard die Wünsche ihrer Gäste. Sie war auch in eigener Sache unterwegs und hoffte, in der Bevergemeinde in Mission Lebenspartner fündig zu werden. „Ich bin ein bisschen einsam“, teilte die fein herausgeputzte Saalbedienung bereits zu Beginn mit, was ihr ein mitfühlendes „Ooh“, der Gäste einbrachte. Doch kein Hund, kein Reh und erst recht kein Goldfisch konnten ihr bislang das geben, was sie vermisse: die Liebe. Auf der Suche nach „Mr. Right“ ging sie natürlich auch in der Kulturwerkstatt auf die Suche. Gast Thomas weihte sie in die Vorteile der Lymphgymnastik ein, ein Grund für die körperliche Fitness der 1,46 Meter kleinen Akteurin die nicht nur auf Männerfang, sondern auch auf Arbeitssuche war. „Love is in the air“ spürte die Servicekraft in der Kulturwerkstatt und brachte ihren Wunsch auf den Punkt: „Ich will keine Schokolade“, schriller und imposanter, als Trude Herr es wohl je gesungen hat, forderte sie als Lebenspartner einen „Harvard-Absolventen“, den sie sich „multi-instrumental, flexibel und mit einem Mindestmaß von 1,64 Meter“ vorstellte. Mittels starker Singstimme, kombiniert mit flott-komischen Hüftschwung und neckischen Posen, unterhielt sie ihr Publikum blendend.

Lyrisch wurde die singende und tanzende Kellnerin mit Hermann Hesses „Wohl-an denn, Herz, nimm Abschied und gesunde“, bevor sie das rund einstündige Programm beendete und sich spätestens mit ihrem „Ich wär` so gern ein wenig introvertiert“ in die Herzen der Zuschauer sang. Zum Glück war sie es nicht, sonst hätten die Gäste wohl nicht so einen unterhaltsamen Abend verbringen können.

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