Spargelbauern bleiben vorsichtig
Mildes Wetter tut dem Spargel gut

Füchtorf -

In rund vier Wochen begehen die Füchtorfer Spargelbauern den offiziellen Saisonauftakt. Bedingt durch die milden Temperaturen könnte man in diesem Jahr auch etwas eher starten. „Wir sind dadurch schon zwei, drei Wochen weiter. Das milde Wetter tut dem Spargel natürlich gut“, weiß Spargelbauer Matthias Pries. Um seine Ernte macht er sich derweil keine Sorgen. „Für die Qualität des Spargels ist dieses Wetter kein Problem.“

Dienstag, 18.03.2014, 11:16 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.03.2014, 07:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 18.03.2014, 11:16 Uhr

Entscheidend seien dabei nicht die Temperaturen während des milden Winters, sondern die aktuellen Entwicklungen. Gemeinsam mit Andreas Droste ist Pries in diesem Jahr für die Organisation des diesjährigen Spargelfrühlings verantwortlich. Bereits im vergangenen Jahr übernahm das Duo diese Aufgabe im Namen der Interessengruppe Füchtorfer Spargel .

Auch das Interesse seitens der Kunden bestehe bereits. Allerdings müsse man auch entsprechende Mengen anbieten können, gibt Pries zu bedenken. Daher bleibe es beim offiziellen Saisonauftakt. Allerdings werde man im Laufe der kommenden zwei Wochen nach und nach die hofeigenen Läden öffnen.

Grundsätzlich ist der Spargel nicht sofort und beliebig verfügbar. Erst im dritten Jahr nach der Pflanzung kann geerntet werden. Rund 16 000 Pflanzen finden im Regelfall auf einem Hektar Platz. Über einen Zeitraum von insgesamt acht Jahren kann dann Jahr für Jahr geerntet werden.

Jeder Spargelbauer bietet sowohl frühe, als auch späte Sorten an. In diesem Zusammenhang wird auch deutlich, warum manche Spargelfelder mit schwarzer, andere mit weißer Folie bedeckt sind. Um den Wachstumsprozess bei frühen Sorten zu beschleunigen drehen die Spargelbauern die Folie auf schwarz, so dass sich der Effekt der Sonneneinstrahlung noch verstärkt. Ist die Folie hingegen auf weiß gedreht, geht es darum, jenen Prozess noch hinauszuzögern, um die späten Sorten mit zeitlicher Verzögerung abernten zu können.

Trotz des aktuell relativ milden Wetters bleibt Andreas Droste vorsichtig. Er hat Informationen, wonach Anfang April sogar mit Frost zu rechnen ist. Die Auswirkungen auf den von ihm angebauten weißen und grünen Spargel wären derweil nicht allzu gravierend. „Das würde natürlich das Wachstum verlangsamen. Schlimm wäre nur, wenn es dauerhaft regnen und danach frieren würde.“ Wenn dann die Folie auf den Pflanzen aufliegen würde, wäre ein Teil der Ernte verloren. „Dann würden die Köpfe glasig. Das kann man dann natürlich nicht mehr verkaufen“, weiß Pries. Doch aktuell deutet nur wenig darauf hin.

Um dennoch im Bilde zu bleiben, fahren die Spargelbauern jeden zweiten Tag zu den Feldern, um nach dem Rechten zu sehen. Schließlich kann eine Spargelstange bei optimalen Bedingungen- also warmen Tagen und Nächten sowie ausreichender Feuchtigkeit um bis zu sieben Zentimeter pro Tag wachsen.

Nach und nach treffen nun die Erntehelfer ein, so dass bald zweimal täglich geerntet werden kann. Dabei dürfen die Arbeiter keineswegs Morgenmuffel sein – schließlich erfolgt der erste Ernteeinsatz bereits früh morgens.

Am 24. Juni, dem sogenannten Spargelsilvester, endet die Spargelsaison. Doch zunächst freuen sich alle Beteiligten auf den großen Auftakt am 13. April, wenn ganz offiziell die Spargelfahne gehisst und die neue Spargelkönigin präsentiert wird.

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