Jahresbilanz der Feuerwehr
Fast jeden zweiten Tag ein Einsatz

Albersloh/Sendenhorst -

190 Einsätze hatte die Feuerwehr Sendenhorst im vergangenen Jahr zu bearbeiten. Dabei kamen mehr als 4000 Einsatzstunden zusammen. Diese Zahlen legte Wehrführer Heinz Linnemann in der Mitgliederversammlung der Feuerwehr vor, in der auch zahlreiche Ehrungen und Beförderungen vorgenommen wurden.

Montag, 17.03.2014, 15:55 Uhr

Auch im Jahr 2013 gab es für die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr wieder viel zu tun. Bei 190 Einsätzen mit 4043 geleisteten Einsatzstunden stellten die ehrenamtlichen Helfer ihre Bereitschaft und ihren Arbeitseinsatz für die Sendenhorster und Albersloher Bürger zur Verfügung – rund um die Uhr.

Am Freitag traf sich die Feuerwehr im Gerätehaus des Löschzuges Albersloh zur Jahreshauptversammlung. Der Leiter derFeuerwehr, Heinz Linnemann , und sein Stellvertreter Heiko Ohlscher begrüßten neben den zahlreichen Kollegen auch Bürgermeister Berthold Streffing , Wolfgang Huth und Michael Frericks von der Stadtverwaltung, die Vertreter der Ratsfraktionen sowie Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann.

Besonderes Lob sprach Gottmann den freiwilligen Helfern für den Einsatz im Hochwassergebiet in Magdeburg aus. Gleichzeitig hob er auch die Bedeutung der Jugendfeuerwehr als Aushängeschild hervor und appellierte an die jungen Leute: „Bleibt bei der Stange, ihr werdet gebraucht.“ Die Mitglieder der Ehrenabteilung bat er: „Gebt euer Fachwissen weiter, das ihr in all den Jahren gesammelt habt“. Mit dem abschließenden Wunsch: „Kommt von den Einsätzen heil wieder“, verabschiedete sich der Kreisbrandmeister von seinen Kollegen.

Wehrführer Heinz Linnemann legte den Jahresbericht vor. Dabei zählte er einige der insgesamt 190 Einsätze auf, wie etwa den Brandeinsatz mit dem Stichwort „Feuer – Menschenleben in Gefahr“ an der Raiffeisenstraße. Drei Personen eines Mehrfamilienhauses mussten dabei von der Feuerwehr gerettet werden. Auch zu anderen Einsätzen wie zu einem Blitzeinschlag, Pkw-Unfällen oder zu einem Scheunenbrand wurde ausgerückt. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude konnte aufgrund schnellen Eingreifens bei letzterem verhindert werden. Um effektives und schnelles Handeln gewähren zu können, nahmen die Männer und Frauen der Feuerwehr an verschiedenen Lehrgängen und Seminaren auf Kreis- und Landesebene teil.

Die Schriftführer der Musikzüge berichteten von vielen Auftritten und Unternehmungen im Jahr 2013. Christian Wonschik widmete sich dem Jahresbericht der Stadt- und Feuerwehrkapelle und Nicole Plaßmann dem des Spielmannzugs, der in diesem Jahr sein 85-jähriges Bestehen feiert.

Von den Unternehmungen der Ehrenabteilung wusste in gewohnt unterhaltsamer Weise Bernhard Münstermann zu berichten. Kameradschaftsabende, Maifahrten und Besuche bei einem „anerkannten Wilddieb“ wurden dabei genannt. Für seine 20 Jahre als Sprecher der Ehrenabteilung erhielt Bernhard Münstermann eine Flasche „Löschwasser“.

Viel Applaus von ihren Kameraden erhielten Dennis Kellermann für die Ernennung zum stellvertretenden Gruppenführer der ersten Gruppe des Löschzuges I, Reinhard Seebröker zum Löschzugführer in Albersloh und Herbert Sievers zum stellvertreten Löschzugführer in Albersloh. Viel Lob gab es auch für die Feuerwehrmänner und -frauen, die befördert worden waren. Auch Bürgermeister Berthold Streffing gratulierte, der sich im Namen aller Bürger der Freiwilligen Feuerwehr bedankte. „Ich komme gerne zu den Sitzungen und Veranstaltungen der Freiwilligen Feuerwehr, weil es gut tut, Menschen um sich zu haben, die freiwillig bereit sind, für andere da zu sein.“

Auch im vergangenen Jahr seien wieder zahlreiche Ausrüstungsgegenstände und Geräte beschafft werden, wie Atemschutzgeräte im Wert von knapp 30 000 Euro sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug im Wert von 44 800 Euro.

Aktuell wurden die Beschaffung eines Löschfahrzeug im Wert von 330 000 Euro und einer Drehleiter im Wert von 510 000 Euro in Auftrag gegeben, bei denen die Stadt davon ausgeht, dass sie in den nächsten drei Monaten ausgeliefert werden. Dabei erwähnte der Bürgermeister, dass mit der Stadt Drensteinfurt eine gemeinsame Ausschreibung von Drehleitern vorgenommen werden konnte, so dass gegenüber der ursprünglichen Finanzplanung fast 200 000 Euro eingespart worden seien.

Viel Applaus erhielt Brandinspektor Bernhard Greiwe für seinen jahrelangen Einsatz bei der Feuerwehr. Mit 63 Jahren wurde er von Heinz Linnemann mit den Worten „ich muss dich jetzt an deinen Schwiegervater weiterreichen“ verabschiedet: Bernhard Münstermann hieß seinen Schwiegersohn Bernhard Greiwe in der Ehrenabteilung herzlich willkommen.

Heinz Linnemann dankte den Arbeitgebern, die es ihren Mitarbeitern ermöglichen, bei einem Alarm ihre Arbeit liegen zu lassen. Das sei nicht selbstverständlich.

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