„Slavicon“ spielt im Haus Siekmann
Eine außergewöhnliche Klangmixtur

Sendenhorst -

Ungewöhnliche Töne waren im Haus Siekmann zu hören. „Slavicon“ spielte zur „Woche der Brüderlichkeit“ Jazz mit Wurzeln in der slawischen Volksmusik.

Montag, 17.03.2014, 15:54 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 14.03.2014, 16:44 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.03.2014, 15:54 Uhr

Die Mixtur hat es in sich, wenn sich Klavier, Violine, Bass und Schlagzeug klanglich scheinbar völlig losgelöst voneinander in Bewegung setzen und jedes Instrument für sich seine eigene Melodie finden zu wollen scheint. Wie aus einem Nebel heraus entwickelt sich allmählich eine Rhythmik, die den Zuhörer in Spannung versetzt.

Nicht von ungefähr hatte der Vorsitzende des Fördervereins Haus Siekmann , Jürgen Krass , am Donnerstagabend mit „Slavicon“ ein Experiment angekündigt, das die am vergangenen Sonntag eröffnete „Woche der Brüderlichkeit “ auf ganz ungewöhnliche Weise bereicherte.

Denn das Quartett aus Dresden präsentierte den Besuchern einen musikalischen Crossover, der seine Wurzeln in der slawischen Volksmusik hat. Die bringt Pianist Clemens Pötzsch mit seiner Biografie selbst ein, der sich zu seinen sorbischen Wurzeln bekennt und der in seiner Moderation Ähnlichkeiten in der Volksfrömmigkeit der Sorben und der katholischen Münsterländer ausmachte, die ihren Niederschlag auch im Liedgut und in den Gebeten gefunden habe. Aus diesem Fundus bedient sich Pötzsch bei seinen Kompositionen, die mal in klassischer Form daherkommen und mal eher freejazzig klingen, wie zum Beispiel der sorbische Tanz, den die Gruppe anstimmte.

Mit dem Stück „Dresden“ präsentierte das Quartett, das Alina Gropper (Violine), Eugen Rolnik (Bass) und Florian Lauer (Schlagzeug, Percussion) komplettierten, die eigene Hymne, die die ganze kulturelle, soziale, geografische und ethnische Vielfalt der Stadt musikalisch hörbar machte.

Die Solopartien vor allem von Schlagzeuger Florian Lauer belohnte das Publikum, das diesmal nicht in gewohntem Maß geströmt war, mit warmherzigem Extraapplaus.

Vor allem die Violine von Alina Gropper und das Klavier des Bandleaders suchten immer wieder das Zusammenspiel, bauten Melodienbögen auf, und erzeugten im Zusammenklang mit Bass und Schlagzeug ein fast orchestrales Klangbild.

Beim Abschied nahm Krass den Musikern das Versprechen ab, demnächst wiederzukommen.

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