101. Katholikentag in Münster beendet
30.000 Teilnehmer beim Schlussgottesdienst vor dem Schloss

Münster -

Sichtlich bewegt hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, das Schlusswort des 101. Katholikentags gesprochen: „Es waren fröhliche, intensive und lehrreiche Tage.“ Sternberg dankte allen Mitwirkenden: „Ich stelle fest: Ja, Münster kann Katholikentag.“

Sonntag, 13.05.2018, 11:49 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 13.05.2018, 09:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 13.05.2018, 11:49 Uhr
Abschlussgottesdienst des Katholikentages mit Kardinal Reinhard Marx. Foto: Gunnar A. Pier

Sternberg sagte, Friede und Gerechtigkeit gehörten zusammen. Zugleich rief er zum Miteinander auf: „Unsere Gesellschaft braucht nicht das Ich zuerst, sondern die Rücksicht auf den anderen. Und sie braucht den Dialog. Wir wollen den Dialog auch mit anderen Religionen. Richtig gelebte Religionen sind nicht Ursache des Kriegs, sondern Motor des Friedens.“

Sternberg thematisierte auch die Veränderungen in der Weltkirche: „Unser Papst möchte eine synodale Kirche auch bei uns. Wir sind gerne bereit, daran mitzuwirken.“ Sternberg bemängelte unter dem Applaus der Gläubigen zugleich, dass Frauen in der Leitung und in Ämtern der Kirche nicht ausreichend zur Geltung kämen. Das kann so nicht bleiben!

37. Kirchentag in Dortmund

Die konfessionsverschiedenen Ehen bewertet Sternberg als Keimzellen der Ökumene. In der pastoral begründeten Zulassung evangelischer Partner zur Eucharistie sieht Sternberg die Laien mit der überwiegenden Zahl der Bischöfe im Konsens.

Abschlussgottesdienst mit Kardinal Reinhard Marx

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    Rund 30.000 Besucher waren zum Abschlussgottesdienst des 101. Katholikentags auf den münsterischen Schlossplatz gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Reinhard Kardinal Marx war der Hauptzelebrant.

    Foto: Oliver Werner
  • Marx fand sehr deutliche Worte.

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  • Der Schlossplatz war gefüllt - die Sonne schien auf die Gläubigen.

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  • Das Tanztheater Münster gestaltete den Gottesdienst mit.

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  • Reinhard Kardinal Marx

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  • Reinhard Kardinal Marx beim Auszug. 

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  • Reinhard Kardinal Marx

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  • Rund 30.000 Besucher waren zum Abschlussgottesdienst des 101. Katholikentags auf den münsterischen Schlossplatz gekommen.

    Foto: Oliver Werner
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  • Rund 30.000 Besucher waren zum Abschlussgottesdienst des 101. Katholikentags auf den münsterischen Schlossplatz gekommen.

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  • Wie an allen Katholikentags-Tagen galten Sicherheitsregeln, die aber nie aufdringlich wirkten.

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  • Foto: Oliver Werner
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Sternberg wies zugleich darauf hin, dass gerade die Familien von den Katholikentagsteilnehmern als Ort des Friedens wertgeschätzt werden: „Tragen wir dazu bei, dass Familien in diesem Land über Generationen hinweg gestützt werden.“

Zum Abschluss sagte der Präsident des ZdK: „Lasst uns alle Boten des Friedens von Münster sein. Vielen Dank und kommt gut heim“, so schloss Sternberg.

Nach dem Katholikentag ist vor dem Kirchentag: Dessen Präsident Hans Leyendecker, bekannter Journalist der Süddeutschen Zeitung, sagte: „Kommen Sie zum 37. Evangelischen Kirchentag nach Dortmund, in eine Stadt der Veränderung, charmant und quicklebendig. Und Münster liegt ganz in der Nähe von Dortmund.“ Die westfälische Präses Annette Kurschus sagte, schon jetzt sei die Freude auf den Kirchentag in Westfalen spürbar. „Auf Wiedersehen vom 19 bis 23. Juni 2019 in Dortmund.“ 2021 findet der 3. Ökumenische Kirchentag Frankfurt. Dazu lud der Limburger Bischof Georg Bätzing ein.

Beilegung des Bischofsstreits

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, spendete den Gläubigen auf dem sonnenüberfluteten Schlossplatz den Schlusssegen. In seiner Predigt hatte Marx, Erzbischof von München und Freising, die Teilnehmer des Katholikentags in Münster abschließend zum Einsatz für den Frieden in der Welt ermuntert. „Wir wollen Jesus versprechen: Wir nehmen den Auftrag an“, sagte Marx vor rund 30 000 Besuchern des Schlussgottesdienstes vor dem münsterischen Schloss. Zugleich rief er zur Beilegung des seit Wochen schwelenden Streits unter den Bischöfen auf. „In der katholischen Kirche selber müssen wir auch bei allem Ringen um den rechten Weg deutlich machen, dass wir eins sind, auch wir Bischöfe. Wir wollen uns darum bemühen“, sagte der Kardinal.

Zu Marx‘ Zuhörern während der Messfeier gehörte auch der Kölner Kardinal Rainer Woelki, der als sein Hauptkontrahent im derzeitigen in dem Konflikt um gilt. In einer am Sonntag veröffentlichten Videobotschaft forderte Woelki jedoch ebenfalls: „Bei der Friedenssuche geht es übrigens nicht nur um die großen Kriege der Völker, auch die vielen Kleinkriege in unseren Gemeinden und in unseren Familien, ja auch unter uns Bischöfen, die müssen befriedet werden.“ Das bedeute nicht, dass man über den rechten Weg nicht auch mal streiten dürfe. „Ich bin der festen Überzeugung, Streit um die gute Sache, der ist dringend notwendig. Aber das Ziel, ein friedliches Zusammenleben auf allen menschlichen Ebenen im Einklang mit Gott und seinem Willen, das dürfen wir dabei nie aus den Augen verlieren.“

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