Katholikentag in Münster
Großveranstaltung verlief „reibungslos“

Münster -

Eine positive Bilanz des Katholikentages haben Stadt, Polizei und Rettungsdienste gezogen. Die Großveranstaltung sei „reibungslos“ verlaufen, betonten sie am Sonntag einmütig.

Dienstag, 15.05.2018, 15:14 Uhr

Zehntausende Besucher strömten von Mittwoch bis Sonntag durch Münster. Foto: Matthias Ahlke

„Friedlich, entspannt und ohne besondere Vorkommnisse“: So lautet das Fazit von Stadtrat Wolfgang Heuer. „Bei dieser seit Jahrzehnten größten Veranstaltung hat Münster gezeigt, dass die Stadt ein überaus attraktiver Ort für Großveranstaltungen von überregionalem Format ist“, so Heuer. Für den erfolgreichen Verlauf der Veranstaltung spreche auch, dass bei der Stadtverwaltung kaum Beschwerden eingegangen seien und sich Einwohner und Besucher offenbar mit den Verkehrsbehinderungen zurechtfanden.

Auch die Polizei zog eine positive Bilanz. „Die sichtbare Präsenz führte unter anderem dazu, dass Taschendiebe nur vereinzelt zum Zuge kamen und auch sonst keine schwerwiegenden Straftaten passierten“, so Einsatzleiter Martin Mönnighoff. Er lobte zudem das „vorbildliche Verhalten der Gäste und der münsterischen Bürger“.

Katholikentag 2018 - Tag 5

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    Am letzten Tag sah man einigen Besuchern die Erschöpfung an. Aber auch Veranstalter Thomas Sternberg sagte am Samstagabend bei der Strehlenfete im Gespräch mit unserer Zeitung, dass er noch drei Tage Katholikentag nicht mehr packen würde.

    Foto: Karin Völker
  • Enormer Andrang herrschte am Sonntag noch einmal vor dem Schloss.

    Foto: Matthias Ahlke
  • 30.000 Teilnehmer beim Schlussgottesdienst: Nach fünf intensiven Tagen sprach Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, das Schlusswort bei Sonnenschein.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Sein Fazit: "Ja, Münster, kann Katholikentag!".  Auch eine offizielle Zwischenbilanz des Katholikentags am Freitag war bereits positiv ausgefallen. In seiner Rede sprach Sternberg auch das Thema Ökumene an. Lesen Sie hier die Rede im Wortlaut.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch am Sonntag galten bestimmte Sicherheitsregeln. Die Polizei lobte nach dem Katholikentag das vorbildliche Verhalten der Gäste und der Münsteraner Bürger, "die einen großen Beitrag zur friedvollen Veranstaltung geleistet haben".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Anmutig: Der Auftritt des Tanztheaters Münster beim Abschlussgottesdienst stellte nur eines der vielen Kultur-Higlights beim Katholikentag dar.

    Foto: Oliver Werner
  • Beeindruckend: Vor dem Schloss versammelte sich am Sonntag eine riesige Menschenmenge. Insgesamt nahmen am Katholikentag 90.000 zahlende Besucher teil. Diejenigen, die nur bei den kostenlosen Veranstaltungen vorbeigeschaut haben, kommen da noch obendrauf.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Dem Abschlussgottesdienst wohnten auch viele Promis bei. So auch Wolfgang Thierse, der den Katholikentag für seine Debattenkultur lobte:  "Das wirklich Gute an Kirchentagen ist, dass ohne Häme und Aggression geredet wird. Das war auch hier in Münster so."

    Foto: Karin Völker
  • Sina Güttes, Lena Schmidt und Sarah Beckmühl, Helferinnen aus Wachtberg bei Bonn und alle drei 18 Jahre sind mit dem Katholikentag zufrieden: "Es war schön, so viele gut gelaunte Menschen zusammen zu erleben. Und es war jedes Alter vertreten. Man sagt ja immer, dass sich fast nur noch ältere Leute zur Kirche zugehörig fühlen. Das stimmt gar nicht."

    Foto: Karin Völker
  • Nach dem Ende Glaubensfestes blickt unser Redakteur Johannes Loy in seinem Kommentar auf fünf ertragreiche Tage in Münster zurück: Ertragreicher Katholikentag: Münster bleibt im Gedächtnis

    Wir waren außerdem fünf Tage im Liveticker  dabei.

    Foto: Gunnar A. Pier

Während der Veranstaltungstage waren 640 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Deutschen Rotem Kreuz, Johanniter-Unfallhilfe, Arbeiter-Samariter-Bund und Technischem Hilfswerk in erhöhter Bereitschaft. Die Feuerwehr musste lediglich zwei Mal wegen brennender Mülltonnen ausrücken, berichtet die Stadt. 35 Mal war der Rettungsdienst gefordert. 400 Mal leisteten die Malteser Erste Hilfe – dies sei eine für Veranstaltungen dieser Größenordnung „normale Zahl“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. 550 Einsatzkräfte und 15 Ärzte der Malteser leisteten den Sanitätsdienst an sechs Sanitätsstationen im Stadtgebiet.

Die Leitstelle des Ordnungsamtes wurde in 230 Fällen aktiv. Dazu gehörten das Überwachen und Freiziehen von Flucht- und Rettungswegen, Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Sicherheitskonzept und der Verkehrsführung sowie die Einsatzführung des kommunalen Ordnungsdienstes, berichtet die Stadt. Positiv sei auch die Rückmeldung aus dem Gesundheits- und Veterinäramt gewesen. Bei Stichproben seien nur wenige geringfügige Mängel festgestellt worden, die von den Verantwortlichen umgehend behoben worden seien.

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