Verkehr
Polizei rüstet sich für Tuning-Treffen am «Carfreitag»

Am Karfreitag trifft sich in mehreren Städten in NRW die Autotuning-Szene. Die Polizei will mit verstärkten Kontrollen gegen Raser vorgehen. In einer Stadt wurden die «Carfreitag»-Treffen ganz verboten.

Mittwoch, 12.04.2017, 21:43 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.04.2017, 07:17 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.04.2017, 21:43 Uhr
Polizisten kontrollieren ein getuntes Auto. Foto: Boris Roessler

Bochum (dpa/lnw) - Es ist ein Hochfest für die Tuning-Szene: Am sogenannten Carfreitag wollen Autofans in mehreren NRW-Städten mit tiefergelegten Wagen, ungewöhnlichen Lackierungen und lautstarken Musikanlagen für Aufsehen sorgen. Immer wieder kommt es dabei zu Verkehrsverstößen. Mit intensiven Kontrollen und Verboten will die Polizei in Nordrhein-Westfalen Raser stoppen und nicht zugelassene Fahrzeuge aus dem Verkehr ziehen.

Besonders hart geht die Stadt Paderborn in diesem Jahr gegen die Tuning-Szene vor. Für den Freitag hat die Stadtverwaltung eine Allgemeinverfügung erlassen. Demnach sind im gesamten Stadtgebiet den ganzen Tag lang keine Treffen und Fahrvorführungen erlaubt, wie es in einer Mitteilung heißt. Die bisher von den Tunern benutzten Flächen seien gesperrt.

In Bochum werden dagegen hunderte Tuningfans aus ganz NRW erwartet. «Wir sind mit einer entsprechenden Zahl von Beamten im Einsatz», sagte ein Polizeisprecher. In der näheren Umgebung des Treffens werde intensiv kontrolliert. Im vergangenen Jahr zählte die Polizei trotz Regenwetter etwa 500 Fahrzeuge.

In Duisburg setzen Stadtverwaltung und Polizei neben Kontrollen auf die Verengung einer Zufahrtsstraße. Auf diese Weise sollen den Angaben zufolge Rennen verhindert werden. Die Bilanz des vergangenen Jahres in Duisburg waren 100 Verwarngelder, 26 Platzverweise, 21 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten und drei Fahrverbote. Außerdem lieferte sich der Fahrer eines frisierten Mopeds unter Drogeneinfluss eine Verfolgungsjagd mit der Polizei.

 

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