Fußball
Ex-Geschäftsführer Kentsch gewinnt Klage gegen MSV Duisburg

Duisburg (dpa/lnw) - Fast vier Jahre nach der Trennung von Geschäftsführer Roland Kentsch hat MSV Duisburg den Rechtsstreit verloren. Der Fußball-Drittligist muss seinem am 13. Juni 2013 gekündigten ehemaligen Manager rund 125 000 Euro Gehalt nachzahlen. Die damalige Kündigung sei formell unwirksam gewesen, urteilte das Landgericht Duisburg am Donnerstag. Der Kentsch-Vertrag mit dem MSV lief noch bis zum Sommer 2014.

Donnerstag, 13.04.2017, 12:52 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 13.04.2017, 12:41 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 13.04.2017, 12:52 Uhr
Roland Kentsch ist zu sehen. Foto: Bernd Thissen

Zugleich wies das Gericht die Widerklage des Clubs gegen den ehemaligen Geschäftsführer auf Schadenersatz in Höhe von 4,3 Millionen Euro wegen Lizenzversagung ab. Duisburg wurde als damaligem Zweitligist die Lizenz für die Saison 2013/2014 verweigert. Der Club machte Kentsch für den Zwangsabstieg in die 3. Liga und die daraus resultierenden Einnahmeverluste verantwortlich.

Das Gericht aber kam zu dem Entschluss, dass der Club damals ohnehin keine Lizenz erhalten hätte, «weil er die wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht erfüllen konnte», hieß es in der Begründung.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. «Der MSV Duisburg wird nach Zustellung des Urteils gemeinsam mit seinem Prozessbevollmächtigten die Erfolgsaussichten für eine Berufung gegen das Urteil prüfen», teilte der Verein mit.

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