Terrorismus
BVB-Anschlag am Dortmunder Tatort rekonstruiert

Die Polizei fahndet fieberhaft nach den Tätern und den Hintergründen des Anschlags auf Borussia Dortmund. Mit einer Rekonstruktion am Tatort sollen Erkenntnisse gefestigt werden.

Dienstag, 18.04.2017, 20:12 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 18.04.2017, 19:57 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 18.04.2017, 20:12 Uhr
Ein Beamter des LKA untersucht den BVB-Mannschaftsbus. Foto: Marcel Kusch

Dortmund (dpa) - Bundeskriminalamt und Bundesanwaltschaft haben eine Woche nach dem Sprengstoff-Anschlag auf die Mannschaft des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund den Tatort rekonstruiert. Die Polizei ließ am Dienstagabend einen Bus noch einmal am Tatort vorfahren. Ursprünglich war der Mannschaftsbus der Borussen-Elf dafür vorgesehen, doch wegen eines technischen Problems stand der nicht mehr zur Verfügung. Der Ort der Rekonstruktion wurde abgesperrt.

Zuvor hatten Ermittler die nähere Umgebung ein weiteres Mal nach Spuren abgesucht. Das BKA und die Bundesanwaltschaft erhoffen von der Aktion neue Erkenntnisse über den Angriff.

Unbekannte hatten vor dem Champions-League-Spiel der Dortmunder gegen den AS Monaco am Dienstag vor einer Woche drei Sprengsätze am Mannschaftshotel gezündet als der Bus losfuhr. Dabei wurde der Abwehrspieler Marc Bartra in dem Fahrzeug von Splittern getroffen und schwer verletzt. Ein Motorradpolizist erlitt ein Knalltrauma. Als Täter kommen Islamisten, Rechtsextremisten, gewaltbereite Fußballfans, aber auch nicht näher einzugrenzende Kriminelle infrage.

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