Brauchtum
Jahrhundertealter Osterbrauch: Feuerräder von Lügde rollen

Brennend und temporeich rasen die Feuerräder den Berg hinab. Das Spektakel rund um den traditionsreichen Osterräderlauf von Lügde nahe der niedersächsischen Grenze lockt am Sonntag Tausende Schaulustige.

Sonntag, 16.04.2017, 02:52 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.04.2017, 02:44 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 16.04.2017, 02:52 Uhr
Osterräderlauf in Lügde. Foto: Peter Steffen

Lügde (dpa) - In jahrhundertealter Tradition rollen heute in Lügde im Teutoburger Wald riesige Feuerräder einen Berg hinab. Bei dem historischen Osterritual werden nacheinander sechs 400 Kilogramm schwere Holzräder mit Stroh gefüllt, angezündet und in Bewegung gesetzt. Auf ihrem 500 Meter langen Weg ins Tal erreichen die Osterräder in der Spitze 60 Stundenkilometer, überfliegen Böschungen und durchschlagen Hecken und Zäune. Der kleine Ort im Kreis Lippe nahe der Grenze zu Niedersachsen erwartet Tausende Besucher zu dem Spektakel.

Der Osterräderlauf wurde 2014 als «bemerkenswerte Besonderheit unter den Osterfeuerritualen» auf die Liste des nordrhein-westfälischen immateriellen Kulturerbes genommen. Eine Bewerbung um die Anerkennung als nationales Kulturerbe blieb zunächst erfolglos, soll aber mit überarbeiteten Unterlagen im Herbst wiederholt werden.

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