Forstwirtschaft
Förster markieren Tausende tote Bäume für neuen Lebensraum

Arnsberg (dpa/lnw) - Es lebe das tote Holz: Um Lebensraum für seltene Pflanzen, Pilze und Tiere zu schaffen, werden Tausende abgestorbene Bäume im Staatswald zurückgelassen. Der Landesbetrieb Wald und Holz will auf diese Weise den Anteil von sogenanntem Tot- und Biotopholz im Land erhöhen, statt sämtliches Holz als Baumaterial oder Brennholz weiterzuverwerten.

Donnerstag, 20.04.2017, 16:22 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.04.2017, 16:17 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 20.04.2017, 16:22 Uhr
Ein Baumstamm ist als «Biotopbaum» gekennzeichnet. Foto: Marius Becker

Ihre Biotopholzstrategie erläuterten die Forstexperten am Donnerstag im Arnsberger Wald: Seit zwei Jahren markieren die Revierförster besonders geeignete Bäume im Staatswald und erfassen sie in einer digitalen Datenbank. Dazu gehören nicht nur umgestürzte oder abgestorbene Bäume, sondern auch uralte, knorrige Exemplare. Flechten, Insekten und Pilze, aber auch Vögel finden hier Nahrung, Unterschlupf und Brutmöglichkeiten.

Rund 15 000 Bäume sind nach Angaben des Landesbetriebs inzwischen dokumentiert und damit dauerhaft aus der Nutzung genommen, das entspricht etwa 55 000 Kubikmetern Holz.

Nach und nach soll auf der gesamten landeseigenen Waldfläche systematischer als bislang erfasst werden, wie viel Biotopholz es an welchen Stellen gibt. Ziel des Artenschutzprojektes ist es, ein ganzes Netz solcher Mikrolebensräume für seltene Arten zu schaffen und zu erhalten, wie Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz, erklärte.

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