Parteien
Pretzell: Petrys Verzicht auf Spitzenkandidatur endgültig

Berlin (dpa) - Der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende Marcus Pretzell hat den Verzicht von AfD-Chefin Frauke Petry auf die Spitzenkandidatur ihrer Partei im Bundestagswahlkampf als endgültig bezeichnet. «Die Delegierten auf diesem Parteitag werden Frauke Petry nicht dazu bringen können, ihre mitgeteilte Entscheidung noch einmal zu überdenken», sagte Pretzell, der auch Ehemann Petrys ist, am Freitag im ARD-«Morgenmagazin». «Diese Entscheidung ist endgültig.» Wichtiger als Personalien sei die Ausrichtung der Partei, sagte Pretzell.

Freitag, 21.04.2017, 09:22 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 21.04.2017, 09:10 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 21.04.2017, 09:22 Uhr
Frauke Petry und Marcus Pretzell sind zu sehen. Foto: Ina Fassbender

Ein zweitägiger AfD-Bundesparteitag beginnt am Samstag in Köln, Tausende Gegendemonstranten werden erwartet. Petry will auf dem Parteitag eine Entscheidung über den künftigen Kurs der AfD erzwingen. Sie strebt eine Abstimmung über einen Antrag an, der festhält, dass die AfD mittelfristig koalitionsfähig werden und keine «Fundamentalopposition» betreiben will. Der Antrag hat für massiven Streit in der Führungsspitze gesorgt.

«Man kann die eine wie die andere Strategie am Ende als Partei einschlagen», sagte Pretzell. «Man kann aber nicht auf zwei Pferden gleichzeitig reiten.» Die Partei werde sich an dieser Stelle entscheiden müssen, und diese Entscheidung sei überfällig.

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