Verkehr
Experte: «6-Tage-Woche» würde zu höheren Kosten führen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die von CDU und FDP geplante «6-Tage-Woche» auf Autobahnbaustellen in Nordrhein-Westfalen würde einem Experten zufolge zu höheren Kosten führen. Damit auf allen Autobahnbaustellen an sechs, statt wie bislang an fünf Tagen in der Woche gearbeitet werden könnte, sei die Zustimmung der jeweiligen Betriebsräte der Baufirmen erforderlich, sagte Wolfgang Hamann, Arbeitsrechtler der Universität Duisburg-Essen, der Deutschen Presse-Agentur. Auch in Firmen ohne Betriebsrat sie die Arbeitnehmerseite gefragt. «Die Zustimmung dürfte nur mit Zuschlägen zu erreichen sein, es wird in jedem Fall also teurer», verdeutlichte Hamann.

Mittwoch, 07.06.2017, 08:42 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 07.06.2017, 08:32 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 07.06.2017, 08:42 Uhr

Die Gewerkschaft IG Bau hatte bereits am Freitag gefordert, dass im Falle einer «6-Tage-Woche» auch mehr zusätzliche Fachkräften eingestellt werden müssten. «Ansonsten drohen 60-Stunden-Wochen in Dauerschleife», heißt es in einer Mitteilung. Dass künftig mehr und schneller gebaut werden solle, sei jedoch «gut und auch notwendig».

Bei ihren Koalitionsverhandlungen in Düsseldorf hatten sich CDU und FDP zuvor auf eine «6-Tage-Woche» für Autobahnbaustellen geeinigt. Geplagte Bürger sollten so von Dauerstaus entlastet werden, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Christof Rasche, in der vergangenen Woche. Bislang werde auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen an fünf Tagen gearbeitet.

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