Atom
Deutsch-belgische Atomkommission nimmt ihre Arbeit auf

Bonn (dpa) - Begleitet von Protesten hat am Mittwoch in Bonn zum ersten Mal die deutsch-belgische Atomkommission getagt. Atomkraftgegner hielten eine Mahnwache ab. Die Einrichtung der Kommission war nach der Pannenserie in belgischen Atomkraftwerken vereinbart worden.

Mittwoch, 07.06.2017, 14:42 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 07.06.2017, 14:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 07.06.2017, 14:42 Uhr
Dampf steigt aus dem Atomkraftwerk Tihange auf. Foto: Oliver Berg

«Es geht hier nur um einen Informationsaustausch, nicht um verbindliche Ergebnisse», kritisierte Anika Limbach von «AntiAtomBonn». Eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums sagte am Mittwoch, konkrete Ergebnisse hinsichtlich der beiden umstrittenen Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 seien in der Tat nicht zu erwarten. An dem zweitägigen Austausch nähmen keine Minister oder Staatssekretäre teil, vielmehr gehe es um ein Arbeitstreffen von Experten der deutschen und belgischen Atomaufsichtsbehörden. Solche Treffen seien aber wichtig zur gegenseitigen Unterrichtung und könnten zusätzliches Vertrauen schaffen, sagte sie.

Die beiden Meiler Tihange 2 und Doel 3 liegen rund 70 beziehungsweise 140 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Sie sind besonders umstritten, weil sie feine Risse in den Druckbehältern haben.

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