Urteile
Konzerne rechnen nach Atomsteuer-Spruch mit Milliarden

Karlsruhe/Essen (dpa) - Nach dem gerichtlichen Scheitern der Brennelementesteuer erwarten die deutschen Atomkonzerne Rückerstattungen in Milliardenhöhe. Der Essener Eon-Konzern bezifferte seinen Anspruch auf insgesamt 3,3 Milliarden Euro - Steuerzahlungen von 2,85 Milliarden Euro plus 450 Millionen Euro Zinsen, wie Eon am Mittwoch nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts mitteilte. Das Unternehmen werde das Geld zur Schuldentilgung und Stärkung der Bilanz einsetzen.

Mittwoch, 07.06.2017, 12:22 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 07.06.2017, 12:14 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 07.06.2017, 12:22 Uhr
Das Logo vom Energiekonzern E.ON ist zu sehen. Foto: Ina Fassbender

RWE geht von der kompletten Rückerstattung seiner seit 2011 gezahlten Kernbrennstoffsteuer von 1,7 Milliarden Euro aus, wie das Unternehmen erklärte. Zur Verwendung des Geldes gebe es noch keinen Beschluss.

EnBW hatte nach Unternehmensangaben 1,44 Milliarden Euro an Steuer bezahlt. Die Kraftwerke mit Beteiligungen des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall, Brunsbüttel und Krümmel, sind seit 2011 vom Netz und deshalb nicht betroffen.

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