Prozesse
Prozess gegen Ex-Manager von Alemannia Aachen hat begonnen

Die Pleite des Traditionsvereins Alemannia Aachen hat die Stadt viel Geld gekostet. Jetzt steht der Ex-Manager vor Gericht. Er soll damals nicht die Wahrheit gesagt haben.

Montag, 12.06.2017, 12:32 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 12.06.2017, 12:24 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 12.06.2017, 12:32 Uhr
Blick auf das Tivoli Stadion von außen. Foto: Rolf Vennenbernd

Aachen (dpa/lnw) - Ein früherer Manager des Fußballclubs Alemannia Aachen steht seit Montag wegen mutmaßlicher Vergehen während der ersten Finanzmisere des Vereins vor dem Landgericht Gericht. Die Anklage wirft ihm Betrug im besonders schweren Fall vorgeworfen, Insolvenzverschleppung in drei Fällen und Untreue in 40 Fällen.

Hintergrund ist der Neubau des Tivoli-Stadions, mit dem sich der Verein übernommen hatte. Der 44-Jährige soll die Stadt in Gesprächen über ein Darlehen von knapp 19 Millionen Euro darüber getäuscht haben, wie schlecht es dem Verein wirklich ging. Er soll der Stadt und anderen Gläubigern versichert haben, dass eine Umfinanzierung sinnvoll wäre, obwohl sich die finanzielle Situation der Alemannia schon erheblich verschlechtert hatte.

Der heutige Viertligist hatte sich mit dem knapp 50 Millionen Euro teuren Neubau des erstligareifen Tivoli-Stadions für 30 000 Zuschauer, das 2009 eröffnet wurde, finanziell überhoben. Aachen half dem Verein mit einem Darlehen von knapp 19 Millionen Euro. 2015 kaufte die Stadt den Tivoli für einen Euro, da sich kein anderer Käufer gefunden hatte. Fünf Jahre nach dem ersten Insolvenzantrag 2012 steckt der Verein zur Zeit wieder in einem Insolvenzverfahren.

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