Kriminalität
Junger Mann soll Freundin wegen Geldmangel erwürgt haben

Münster/Recke (dpa/lnw) - Geldmangel und eine bevorstehende Trennung sollen für einen jungen Mann im Münsterland die Motive für den Mord an seiner Freundin gewesen sein. Vier Monate nach der Tat hat die Staatsanwaltschaft Münster Anklage gegen den 28-Jährigen wegen Mordversuches und Mordes erhoben. Der junge Mann bestreitet die Tat. Das Landgericht Münster muss entscheiden, ob das Hauptverfahren in dem Fall eröffnet wird und es somit zu einem Prozess kommt.

Dienstag, 13.06.2017, 11:52 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 13.06.2017, 11:41 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 13.06.2017, 11:52 Uhr
Landgericht Münster. Foto: Daniel Naupold

Das Opfer hatte laut Ermittlungserkenntnissen Qualen zu erleiden. Der mutmaßliche Täter soll die 23-Jährige bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag. Dann soll er Geld von ihrem Konto abgehoben haben, im Glauben, seine Freundin sei jetzt tot. Als er zurück in die Wohnung in Recke (Kreis Steinfurt) kam, habe die Frau aber noch gelebt. Daraufhin soll er sie erneut gewürgt haben. Die 23-Jährige starb später im Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau erfahren habe, dass der Freund kein Einkommen besitze und sich an ihrem Geld vergriffen habe. Daraufhin wollte sie sich demnach von ihm trennen.

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