Kriminalität
Junger Islamist kommt in Dortmund vor Gericht

Nach dem Kauf einer Armbrust war ein junge Islamist festgenommen worden. Bei den Ermittlungen kam so viel Verdächtiges ans Licht, dass er demnächst wegen Terrorverdachts vor Gericht muss.

Freitag, 16.06.2017, 07:32 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 16.06.2017, 07:24 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 16.06.2017, 07:32 Uhr
Das Landgericht in Dortmund. Foto: Marcel Kusch

Dortmund (dpa/lnw) - Ein 21 Jahre alter Islamist kommt demnächst wegen des Verdachts, einen Terroranschlag vorbereitet zu haben, in Dortmund vor Gericht. Die zuständige Strafkammer habe die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen, sagte ein Sprecher des Dortmunder Landgerichts.

Der zum Islam konvertierte, wohnungslose junge Mann mit deutscher und kasachischer Staatsbürgerschaft stand bereits als Gefährder unter Beobachtung. Als er im Februar in Lippstadt eine Armbrust kaufte, wurde er festgenommen. Er kam zunächst wieder auf freien Fuß, weil das Sportgerät frei verkäuflich war.

Die Ermittler stießen aber bei Nachforschungen und der Durchsuchung seines Hotelzimmers auf so viel verdächtiges Material, dass es schließlich für einen Haftbefehl reichte. Neben Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoff aus haushaltsgebräuchlichen Materialien fanden sie auch Schriftstücke, die eine Sympathie für die Terrormiliz Islamischer Staat nahelegen sollen. Der Prozess soll noch in diesem Jahr beginnen.

Der 21-Jährige soll sich früher im Umfeld des inhaftierten Islamistenführers Abu Walaa bewegt und dessen Moschee in Hildesheim besucht haben. Dort soll sich auch der Berlin-Attentäter Anis Amri aufgehalten haben.

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