"Fridays for Future"
Ministerin will Schulpflicht durchsetzen

Für NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer ist die Sache klar: Die Teilnahme an einem Schülerstreik während der Unterrichtszeit sei "grundsätzlich unzulässig". Jetzt fordert sie die Schulleiter auf, die Schulpflicht durchzusetzen.

Freitag, 15.02.2019, 17:47 Uhr aktualisiert: 15.02.2019, 21:40 Uhr
NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Foto: Oliver Berg

Düsseldorf (dpa/lnw) - Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will nicht hinnehmen, dass Schüler wegen der seit Monaten stattfindenden Protestaktion «Fridays for Future» den Unterricht schwänzen. In einem Brief an alle Schulleiter in NRW bekräftigte sie, die Schulpflicht sei durchzusetzen. Die Teilnahme an einem Schülerstreik sei während der Unterrichtszeit «grundsätzlich unzulässig». Zuvor hatte der WDR berichtet. Am Freitag beteiligten sich erneut in zahlreichen Städten in Nordrhein-Westfalen Schüler an den Demonstrationen.

In Wuppertal gingen nach Polizeiangaben 1200 Menschen auf die Straße. Erwartet worden waren lediglich etwa 300. In Düsseldorf waren laut Polizei zunächst 450 Demonstranten unterwegs. Bundesweit beteiligten sich nach Angaben einer Sprecherin der Initiative bis zu 30 000 Schüler in 37 Städten an Streiks und Demos. In Nordrhein-Westfalen seien es 4000 gewesen.

Schüler-Protest für den Klimaschutz

1/16
  • Erneut haben Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Fridays for future“ für den Klimaschutz demonstriert.

    Die Schüler-Protestbewegung „Fridays for future“ geht weiter.

    Foto: Oliver Werner
  • In Münster versammelten sich am Freitag 150 Schülerinnen und Schüler vor dem Rathaus.

    Foto: Oliver Werner
  • Sie stellten Armin Laschet ein ziemlich schlechtes Zeugnis aus.

    Foto: Oliver Werner
  • Ein Beispiel: „Bäume fällen: sehr gut“. 

    Foto: Oliver Werner
  • Unter das Zeugnis setzten die Schüler ihre Unterschrift.

    Foto: Oliver Werner
  • Mit bunten Schildern und klaren Worten... 

    Foto: Oliver Werner
  • ...brachten die sie ihr Anliegen im Herzen Münsters zum Ausdruck.

    Foto: Oliver Werner
  • Erneut haben Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Fridays for future“ für den Klimaschutz demonstriert. Foto: Oliver Werner
  • Erneut haben Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Fridays for future“ für den Klimaschutz demonstriert. Foto: Oliver Werner
  • Erneut haben Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Fridays for future“ für den Klimaschutz demonstriert. Foto: Oliver Werner
  • Erneut haben Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Fridays for future“ für den Klimaschutz demonstriert. Foto: Oliver Werner
  • Erneut haben Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Fridays for future“ für den Klimaschutz demonstriert. Foto: Oliver Werner
  • Erneut haben Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Fridays for future“ für den Klimaschutz demonstriert. Foto: Oliver Werner
  • Erneut haben Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Fridays for future“ für den Klimaschutz demonstriert. Foto: Oliver Werner
  • Erneut haben Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Fridays for future“ für den Klimaschutz demonstriert. Foto: Oliver Werner
  • Erneut haben Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Fridays for future“ für den Klimaschutz demonstriert. Foto: Oliver Werner

"Absichtsvolle Schulpflichtverletzung"

Unentschuldigtes Fehlen lediglich auf dem Zeugnis zu dokumentieren, komme «bei wiederholten und absichtsvollen Schulpflichtverletzungen» nicht in Betracht, unterstrich Gebauer. Zwar könnten außerschulische Veranstaltungen auf Antrag erlaubt werden, für Streiks während des Unterrichts gelte das jedoch nicht.

Die Grünen sprachen von einem «Dokument der Hilflosigkeit». Dass die schwarz-gelbe Landesregierung Eltern und Schulen Strafen androhe, lege «den Verdacht nahe, dass politisch unliebsamer Protest abgewürgt werden soll», kritisierte Landeschefin Mona Neubaur. «Das junge Menschen sich politisch engagieren, ist ein gutes Signal an unsere Gesellschaft.» Gebauer hielt dagegen, das grundgesetzliche Recht, an Protestzügen oder Mahnwachen teilzunehmen, finde für Schüler Schranken in der Erfüllung der Schulpflicht.

 

In Würzburg läuft für die Preußen eine Menge schief
Okan Erdogan (unten links) ersetzte Abwehrchef Ole Kittnerr, hier bekämpft er Dominic Baumann.
Nachrichten-Ticker