Katastrophenschutz
Sirenen heulen in NRW am Donnerstag: Landesweiter Probealarm

Düsseldorf -

Es wird laut in NRW: Nur sechs Monate nach dem ersten landesweiten Warntag sollen an diesem Donnerstag wieder die Sirenen heulen - für einen Probealarm.

Mittwoch, 06.03.2019, 15:16 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 17:07 Uhr
Eine Sirene ist auf einem Dach in Köln zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd

Tausende Sirenen sollen am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen auf Kommando heulen: Es werde ab 10.00 Uhr einen landesweiten Probealarm geben, bestätigte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums am Dienstag auf Anfrage. Zuletzt hatten die Sirenen vor sechs Monaten geheult - beim ersten landesweiten Warntag im vergangenen September.

So klingt der Probealarm

Die Warn-App «Nina» wird diesmal nur von einzelnen Kommunen einbezogen. Zunächst werde um 10.00 Uhr ein einminütiger Dauerton ertönen, der «Entwarnung» bedeutet, teilte der Kreis Mettmann mit. Danach folgt eine fünfminütige Pause. Anschließend ist ab 10.06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören.

Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Nach einer weiteren fünfminütigen Pause schließt um 10.12 Uhr ein einminütiger Dauerton zur Entwarnung den Probealarm ab.

So verhalten Sie sich bei Sirenen-Alarm richtig

1/7
  • Sirenen_Matthias Ahlke

    Wann ertönt ein Warnsignal? Ein Warnsignal weist bei einem Notfall auf eine Gefahrenlage hin. Solche Fälle sind zum Beispiel Großbrände, Bombenentschärfungen oder heftige Unwetter. 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Falle eines Alarms gilt: Ruhe bewahren, Türen und Fenster schließen und die Nachrichten verfolgen. Radiosender informieren zur aktuellen Lage, bei Stromausfall sollte man auf ein Autoradio zurückgreifen. Die Notrufe 110 und 112 darf man nur in einem akuten Notfall wählen - aber nicht, um sich zu informieren.

    Foto: dpa
  • Es gibt drei verschiedene Sirenentöne. Sie haben landesweit eine einheitliche Bedeutung.  Hier können Sie sich die drei Sirenentöne anhören

    Foto: Ansgar Kreuz
  • Die Warnung vor einer Gefahr, also etwa einem Brand oder einer Gefahrstoffausbreitung, ist ein auf- und abschwellendes Heulen. Die Entwarnung ist ein langer Dauerton. 

    Foto: Christoph Reichwein
  • Zur Alarmierung der Feuerwehr erklingen drei Töne hintereinander. 

    Foto: Marcel Kusch
  • Beim Probealarm am Warntag wird erst eine Minute lang Entwarnung, dann eine Minute lang Warnung und dann wieder eine Minute lang Entwarnung zu hören sein.

    Foto: Ludger Warnke
  • Die Warn-App «Nina» wird diesmal nur von einzelnen Kommunen einbezogen. Beim ersten Warntag im September 2018 hatte es Probleme mit der App gegeben , weil der Server überlastet war. 

    Foto: dpa

Die Feuerwehr Düsseldorf testet am Donnerstag 78 Warnanlagen. Die Sirenen werden durch die Feuerwehrleitstelle ausgelöst. Mit dem Probealarm wird das Sirenenwarnsystem überprüft.

In Oberhausen werden am Donnerstag allenfalls die Sirenen aus den Nachbarstädten zu hören sein: 45 geplante Sirenenanlagen sollen dort erstmals im kommenden September heulen.

Zweiter NRW-Warntag

Der landesweite Warntag im vergangenen September hatte Schwachstellen und Lücken zu Tage gefördert. Die Sirenen waren in den 1990er Jahren nach dem Ende des Kalten Krieges vielerorts abgebaut worden. In den vergangenen Jahren fand ein Umdenken statt.

Für den Wiederaufbau des Sirenennetzes hat das Innenministerium den Kommunen in den vergangenen Jahren 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Sirenen in NRW mit 4328 angegeben worden.

Nachrichten-Ticker